Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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Ärzte Rundreise

CT Bilder

Seit ein paar Jahren muss ich alle drei Monate meinen Gesundheitszustand überprüfen lassen. Halbjährlich erfolgt eine große Untersuchung mit allem Pipapo. Onkologe, Urologe, Neurologe Lungenspezialist, Gefäßarzt, Radiologie, da wird von Gedärm bis Brustkorb alles durchleuchtet. Nun sind solche Untersuchungen so spannend und aufregend wie ein Ziegelstein, wobei ich fest davon überzeugt bin, dass es bestimmt ein paar ältere Herrschaften gibt, die anhand von Farbe, Geruch und Geschmack genaustens bestimmen können aus welcher Ziegelei dieser eine Stein stammt und vor Jahren bei „Wetten dass“ mit ihrem Hobby Furore gemacht hätten. Nun zu den Herren gehöre ich nicht, ich habe kein Hobby. Außer: Ärzte. Ich habe nichts gegen Ärzte, ganz im Gegenteil. Ich bin ihnen dankbar, denn ohne den medizinischen Fortschritt, hätte ich schon vor ein paar Jahren in Gras gebissen, da hätte mir auch keine fernöstliche Tinktur aus der Bredouille geholfen. Ich empfinde es als „Geschenkte-Zeit“. Damit das so bleibt, gehe ich halt zu all den weißbekittelten Damen und Herren und lass mich auf´n Kopf stellen. Die Aufgaben sind klar verteilt, die Doktoren untersuchen und ich warte, ansonsten folge ich Anweisungen. Ich sag ja: Aufregend. Aufgeregt bin ich schon, ungemein, ungemein sehr sogar. Finde ich es nervig? Nein. Unangenehm? Manchmal, streckenweise schon.

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Novemberzeit gleich Melancholiezeit

Bottrop Faultürme beleuchtet

Heute beim Arzt. Nee, ich fange die Sache doch lieber anders an.

Single? Damit meine ich nicht eine Grammophonplatte, sondern unbegleitet lebend. Jap. Also… nur so, wenn man noch zu Haben ist, ist das eigentlich kein so schlechter Zustand, denn dann kann einem jeden Tag die „Große Liebe“ über den Weg laufen und das Ganze ohne ein schlechtes Gewissen. Wenn man in einer Beziehung steckt, darf einem das nicht passieren. Sonst gibt es Ärger, Trennung und reichlich Liebeskummer. Eigentlich egal, denn den hat man sowieso. Ach ja, Beziehungskram und dann noch Herbstzeit. Schöner Mist! Der Sommer ist endgültig vorbei, sogar der Altweiber Sommer. Es ist November. Sagen wir mal, es wird jetzt fünf Monate dauern bis man wieder auf einen Tag mit 20 Grad hoffen darf und man nicht vor der Sonne aufsteht. Manche behaupten, dies wäre die Zeit mit dem größten Melancholie-Faktor.

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Das Ruhrgebiet – ein Märchen

 

Gneißenau Straße Duisburg Neudorf_2

Stromkasten: Gneisenau Straße, Duisburg-Neudorf

Das Ruhrgebiet steht für Begriffe wie „harte Arbeit“, „ehrliche Haut“, „Kumpel“, „Malocher“, weniger für Romantik, Sagen, Märchen oder Geschichten. Man kann schon sagen, dass der Pott eine sagenumwobene Landschaft hat … ne, klingt komisch. Ich meine, man erzählt im Pott auch ne Menge Märchen… auch etwas irritierend formuliert. Anders: Das Ruhrgebiet kann auch in Geschichten. So erzählt man sich von Nymphen im Essener Berne Wäldchen, von Nixen, Zwergen, Kobolden und klar: Jungfrauen und edlen Rittern. Und wie es sich nun mal so für Sagen oder Märchen gehört, liegt immer eine Menge Wahrheit in den Erzählungen.

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Oper

Ich bin leider kein besonders romantisch veranlagter Knabe, was ich manchmal bedauerte – bestimmt nicht nur ich. Nun ist ja Romantik auch ein relativ dehnbarer Begriff. Gott sei´s gepriesen, so dass manchmal schon ein leichter Kuss in den entblößten Nacken reicht um die Laune „die“ Gegenübers zu heben. Dinge wie Rosenblätter auf´m Fußboden oder Badewanne, Schaum, Prosecco liegen weit außerhalb meiner Vorstellungskraft. Pizza auf der Hand im romantischen Feuerzeug-Lichterschein dagegen schon.

Die Bücher meiner Jugend haben mich da vielleicht auf Abwegen geführt. Meine Autoren waren neben Raymond Chandler, Dashiell Hammett, Enid Blyton ganz klar Charles Bukowski, der nun nicht als Romantiker in die Literatur Geschichtsbücher eingetragen worden ist, wenn er es überhaupt bis dahin geschafft haben sollte. Ich liebte seine dreckige, knappe, versoffene, Sex überladene Sprache. Ach ja – die schöne Jugendzeit. Sollte mir noch mal ein Buch von ihm schnappen. Früher war wirklich alles besser.

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Hellblau

Ich bin ein Typ. Ein ganz seltener sogar. Jetzt mag der ein oder andere denken: „Ja klar! Der schon wieder. Immer was besonders sein.“ Das ist nun mal so. Vor 30 Jahren trat eine Dame, mittleren Alters, an mich und wollte mich haben, weil so Typen so unvorstellbar selten sind. So einen wie mich trifft man nicht so. Sie wollte mich gleich vom Fleck weg mitnehmen. Zu sich und mich obendrein noch einer Reihe von anderen Damen vorstellen, die sich ausschließlich nur mit mir beschäftigen würden. Hand anlegen würden. Über Stunden. Und der Gedanke gefiel mir. Ich war noch keine 23 Jahre und brauchte das Geld.

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Weihnachten ist gerettet

Habe eine unglaubliche Lust dummes Zeug zu schreiben. Nicht, dass ich hier je etwas anderes verzapft hätte. Um Gottes Willen. Und dies ist auch kein: Fishing nach Kompliments. Wie sagte vor Jahren eine Dame so schön direkt zu mir: „Wenn ich tiefgründige, philosophische Gespräche führen möchte, wäre ich nicht mit dir zusammen.“ Wer nun denkt, das hätte mich zutiefst getroffen, den muss ich enttäuschen. Ich persönlich bevorzuge den Ansatz: Der Mensch hat nur zwei wirklich besondere Ereignisse in seinem Leben. Die Geburt und den Tod. Und zu beiden trägt er nichts bei. Die Zeit dazwischen muss er irgendwie totschlagen. Also mache ich mich auch nicht auf die Suche nach dem Sinn oder Unsinn des Lebens. Ich habe es geschenkt bekommen und darüber freue ich mich. Sehr sogar!

Aber den Blödsinn wollte ich ja gar nicht erzählen. Eigentlich vielmehr über: Lebensunterhalt.

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