Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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Hellblau

Ich bin ein Typ. Ein ganz seltener sogar. Jetzt mag der ein oder andere denken: „Ja klar! Der schon wieder. Immer was besonders sein.“ Das ist nun mal so. Vor 30 Jahren trat eine Dame, mittleren Alters, an mich und wollte mich haben, weil so Typen so unvorstellbar selten sind. So einen wie mich trifft man nicht so. Sie wollte mich gleich vom Fleck weg mitnehmen. Zu sich und mich obendrein noch einer Reihe von anderen Damen vorstellen, die sich ausschließlich nur mit mir beschäftigen würden. Hand anlegen würden. Über Stunden. Und der Gedanke gefiel mir. Ich war noch keine 23 Jahre und brauchte das Geld.

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Weihnachten ist gerettet

Habe eine unglaubliche Lust dummes Zeug zu schreiben. Nicht, dass ich hier je etwas anderes verzapft hätte. Um Gottes Willen. Und dies ist auch kein: Fishing nach Kompliments. Wie sagte vor Jahren eine Dame so schön direkt zu mir: „Wenn ich tiefgründige, philosophische Gespräche führen möchte, wäre ich nicht mit dir zusammen.“ Wer nun denkt, das hätte mich zutiefst getroffen, den muss ich enttäuschen. Ich persönlich bevorzuge den Ansatz: Der Mensch hat nur zwei wirklich besondere Ereignisse in seinem Leben. Die Geburt und den Tod. Und zu beiden trägt er nichts bei. Die Zeit dazwischen muss er irgendwie totschlagen. Also mache ich mich auch nicht auf die Suche nach dem Sinn oder Unsinn des Lebens. Ich habe es geschenkt bekommen und darüber freue ich mich. Sehr sogar!

Aber den Blödsinn wollte ich ja gar nicht erzählen. Eigentlich vielmehr über: Lebensunterhalt.

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Gott sei Dank!

Gott sei Dank ist die Bundestagswahl vorbei und es kehrt endlich wieder Ruhe ein. War doch am Ende dem ganzen Vorwahlgeplänkel und -gequatsche überdrüssig geworden. Mich persönlich interessierte nur: Wie bekomme ich den Wahlsonntag geregelt über die Bühne geschaukelt? War wieder Wahlhelferlein mit „+“, halt mit mehr Verantwortung.

Nun ist so eine Bundestagswahl zwar ein staatstragender Akt, aber im Wahllokal unterscheidet er sich von der Handhabe nicht Groß von anderen Wahlen. Nur unser kleines Dorf im Pott hat sich an diesem Tag etwas besonderes ausgedacht. Neben dem König von Deutschland, durften die Duisburger Bürger noch ihren Oberbürgermeister wählen und obendrauf gab es noch eine dritte Wahl, eine Bürgerabstimmung über ein neues, riesiges Einkaufszentrum (DOC – Design Outlet Center) auf dem Loveparade Gelände nähe dem Hauptbahnhof. Diese beidem Themen bestimmten die letzten Tage Duisburgs Straßen. Da beim DOC die Fragestellung, aus rein juristischen Gründen so gewählt, halt etwas Absurd anmutete. War man dafür, musste man mit „Nein“ abstimmen und umgekehrt. Wat zur Verwirrung führte.

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„Sie sind ein schöner Mann!“

Gestern. Spaziergang. Ich traf eine äußerst gepflegte Dame, geschätzt um die 65 Jahre. Sie kam mir entgegen mit einem kleinen, niedlichen Hund. Sie schaute mich an, lächelte freundlich und meinte: „Sie sind ein schöner Mann“. Und ich dachte nur: Wo sie recht hat, hat sie recht. Eine intelligente Frau mit sehr gutem, erlesenem Geschmack. Sie hat Klasse, hat Stil und erst dieses extravagante Kostüm. Ich fühlte mich geschmeichelt. Ich glaube, ich bin 10 cm gewachsen.

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Immer, wenn ich Kaugummi-Automaten sehe…

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Immer, wenn ich Kaugummi-Automaten sehe, muss ich an Heidi denken. Heidi saß nur zwei Bänke vor mir in der 4b. Sie hatte langes, blondes Haar, war zierlich und mit einer kleinen, süßen Stupsnase gesegnet. Eine Kinderliebe wäre nun wohl zu viel gesagt, aber ich mochte sie schon, schon ziemlich. Meine erste Erfahrung, ich meine mit Gefühlen und Gedanken für das andere Geschlecht.

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Spaß

Karten2

Nachdem ich die halbe Nacht in der Druckerei zugebracht habe. Nervös auf und ablief. Stimmt auch alles? Gott, habe mein halbes Leben in Druckereien zugebracht. Aber wenn die Druckplatten angebracht, das Papier eingelegt, die Farben aufgefüllt und der gute Mann auf den Knopf drückt, rumort es gewaltig in mir. Und das immer auf´s Neue. „Mehr Magenta. Cyan raus?“ „Ja. Nein. Ja. Ja.“ „Gesichter sind mir noch zu rötlich.“ „Liegt an der Vorlage.“ Lass ich nicht gelten. Passt.

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Duisburg-Hochfeld und die Rheinwiesen

Hochfelder Arkaden Duisburg1

Ich wohne in Duisburg-Hochfeld und dort direkt auf einer der belebtesten Straßen Duisburgs, wennschon, dennschon. Klar, Hochfeld hat nun nicht gerade den besten Ruf. Erscheint gerne und häufig in der nationalen Presse und verursacht bei vielen Gut-Menschen reichlich Kopfschütteln. Aber nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ich lebe hier schon etliche Jahre, verbrachte hier zum Teil meine Kindheitstage und ja, es ist streckenweise gewöhnungsbedürftig. Es sollen Menschen aus 91 Nationen mit unterschiedlichen Kulturen hier wohnen, was nicht immer zu Heiterkeit oder, wie sagt so manch ein bescheuerter Sozialverklärer, „buntem Treiben“ führt.

Aber wenn ich draußen vor einem der zahlreichen Straßencafés sitze und die großen, kleinen, dicken, dünnen, weißen, schwarzen Menschen mir so ansehe, komme ich des Öfteren aus dem Staunen nicht heraus. Dann scheint es, als läge neben dem ganzen Testosteron so etwas wie Zuneigung, Herzlichkeit, Verbundenheit in der Luft.

Hochfelder Arkaden Duisburg4

Hochfelder Arkaden Duisburg3


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