Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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Immer, wenn ich Kaugummi-Automaten sehe…

Kaugummiautomat_Ruhrorter Str DU Kaßlerfeld1

Immer, wenn ich Kaugummi-Automaten sehe, muss ich an Heidi denken. Heidi saß nur zwei Bänke vor mir in der 4b. Sie hatte langes, blondes Haar, war zierlich und mit einer kleinen, süßen Stupsnase gesegnet. Eine Kinderliebe wäre nun wohl zu viel gesagt, aber ich mochte sie schon, schon ziemlich. Meine erste Erfahrung, ich meine mit Gefühlen und Gedanken für das andere Geschlecht.

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Stromkasten-Graffiti (I) -Lehmbruck Museum – Hafen

Düsseldorfer Str Kantpark Beuys

Mir sind schon mindestens tausendmal die bunten und fröhlichen Netzwerkkästen der Duisburger Stadtwerke aufgefallen. Insbesondere der am Lehmbruck-Museum im Kantpark, mit dem Konterfei von Joseph Beuys. Der Duisburger Graffiti Künstler Marten Dalimot hat diese kleinen Kunstwerke erschaffen. Manche erzählen etwas über die Besonderheiten oder Eigenarten der Ecken oder Plätze. 

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Ein Mädchentraum – oder?

Duisburg Marxloh1

Duisburg Marxloh hat bestimmt nicht gerade den besten Ruf. Dreckig, heruntergekommen, nicht alle meinen es gut mit einem und überhaupt. Aber eine ganz besondere Eigenart hat Marxloh schon, etwas was es so nicht gibt. Es hat wohl die größte Brautshow Meile Europas. Nirgendwo soll es mehr an „Mein-großer-Tag-Bekleidungsfachgeschäfte“ geben. Aus ganz Europa kommen die heiratswilligen Damen samt Anhang angereist, um sich „ihr“ Brautkleid für den Tag der Tage auszusuchen. Sie nehmen die Reise aus London, Madrid, Paris, Istanbul auf sich, um in Duisburg ihren Traum in Weiß zu finden. Und dies ist wirklich kein übertrieben erzählter Blödsinn. Wenn man auf der Hauptstraße steht und sich einmal um die eigene Achse dreht, sieht man Hochzeitskleider-, Schmuck-, Blumenläden, Konditoreien. Alles was Mädchen, Frau sich für den ihren großen Tag wünscht, will. Alles auf einer Straße. Dann hat man eine Ahnung: Warum sie kommen.

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Duisburg Marxloh Brautmodengeschäft_4

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Mainz

Mainz Dom2

Mainz Dom

Mainz. Mainz ist eine wirklich wunderhübsche Stadt. Ist man erst mal durch die typischen Hochhausvorort-Schluchten und Bürogebäudekomplexe durchgefahren und dringt in das Innere vor, kommt helle Freude auf. Ein streckenweise mittelalterliches Kleinod wartet auf einen. Schmale, enge Gassen, Fachwerk, Gründerzeithäuser oder oder oder. Manchmal erinnerte mich das Gesehene an Paris. Ich fühlte mich sogleich Wohl. Heimisch.

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Duisburger Stadtfest

Duisburg Stadtfest

Freitag Mittag. Hatte einen Termin beim Arbeitsamt. Im Vorfeld vereinbart. Vorher wollten sie einen Lebenslauf. Lief nicht so viel ab vor meinem geistigen Auge. Viel recht kurz aus. Ausbildung, freiberufliche Tätigkeit. Ende der Fahnenstange.

Wollte erfahren, wenn es so nicht mehr klappt, ob die Damen und Herren vom Amt erfahrungsgemäße Ratschläge haben. Betrat so gegen 13.00 Uhr den kleine Raum, ein Mann Mitte 30zig, schmale Lippen, spitze Nase. Er lächelte und machte auf mich den Eindruck, als glaube er ganz fest daran, er würde in 10 Jahren Amtsleiter sein. Dann zwei Stockwerke höher residieren.

Ich berichtete ihm mein Leben und überhaupt. Er über eventuelle berufliche Möglichkeiten. Er schlug mir vor, Aufgrund meines BWL Studiums und den nachfolgenden Dingen, in die „Erwachsenen Bildung“ zu wechseln. Ich verwundert: „Ich?“ Er: „Sie haben einen interessanten Werdegang.“ Ich grinsend: „Stimmt! Da können die Anderen lernen wie man es nicht mach!“ Er, leicht abwesend: „Ja! Genau.“ Mein Grinsen fror direkt ein. Da macht man den Bock zum Gärtner, dachte ich und hakte nach: „Nun, jetzt mal im Ernst.“ Er, blätterte noch einmal in meinem Lebenslauf: „Sie haben sehr ausschweifend formuliert. Sehr blumig beschrieben.“ Hielt die Zettel hoch: „ Für eine richtige Bewerbung müsste man ordentlich kürzen, aber für die Erwachsenen Bildung…“ Soso. Blumig! Ausschweifend! Arsch!, schoss es mir durch den Kopf.

Musste erst mal auf das Duisburger Stadtfest. Blumig! Aha. Darum das Fest ohne Worte.

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Duisburg-Hochfeld und die Rheinwiesen

Hochfelder Arkaden Duisburg1

Ich wohne in Duisburg-Hochfeld und dort direkt auf einer der belebtesten Straßen Duisburgs, wennschon, dennschon. Klar, Hochfeld hat nun nicht gerade den besten Ruf. Erscheint gerne und häufig in der nationalen Presse und verursacht bei vielen Gut-Menschen reichlich Kopfschütteln. Aber nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ich lebe hier schon etliche Jahre, verbrachte hier zum Teil meine Kindheitstage und ja, es ist streckenweise gewöhnungsbedürftig. Es sollen Menschen aus 91 Nationen mit unterschiedlichen Kulturen hier wohnen, was nicht immer zu Heiterkeit oder, wie sagt so manch ein bescheuerter Sozialverklärer, „buntem Treiben“ führt.

Aber wenn ich draußen vor einem der zahlreichen Straßencafés sitze und die großen, kleinen, dicken, dünnen, weißen, schwarzen Menschen mir so ansehe, komme ich des Öfteren aus dem Staunen nicht heraus. Dann scheint es, als läge neben dem ganzen Testosteron so etwas wie Zuneigung, Herzlichkeit, Verbundenheit in der Luft.

Hochfelder Arkaden Duisburg4

Hochfelder Arkaden Duisburg3


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