Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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So stand es inne Zeitung

Halde Hühnerheide 3 Foto Maik

Halden! Was wäre das Ruhrgebiet ohne seine Halden? – Eine überaus durchgängige, platte Landschaft. Man könnte von Duisburg ins 80 Kilometer entfernte Dortmund lugen, wenn da einem nicht die Erdkrümmung im Wege stehen würde. Und bevor ich weiter über Halden schwadroniere, schwafel, schwätze, wollte ich doch noch kurz das Folgende einschieben, über das ich heute ein ganz klein wenig lächeln kann. Vor unendlichen Jahren, zu einer Zeit, als man das Internet oder die kabellose Telefoniererei außer Haus noch nicht kannte. Zu einer EC-Karten-Freien-Zeit, wo Freitags die Banken um 12.00 Uhr schlossen und man zusehen musste wie man an Bares kommt, sonst war nix mit Bier, Kneipe sowie ausgelassener Lebensfreude. Also, genau zu jener Zeit, bat man mich doch mal etwas darüber zu erzählen, warum der Pott so ne platte Landschaft hat. Klar, es lag an den Eiszeiten, die über uns huschten. Die letzte geländeplättende Kälteperiode war so um 100.000 v. Chr. und gab der Gegend den letzten Schliff. Die sogenannte Weichsel-Eiszeit-Periode. Ein Zeitabschnitt in dieser Periode nannte man auch Pommern-Phase. Und ich hirnrissiger Vollpfosten schrieb die ganze Zeit: Pommes-Phase. Und der ganze Kappes landete am Ende schwarz auf weiß inne Zeitung. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich mich erst wieder nach der nächsten Eiszeit im Ruhrgebiet blicken lassen könnte, aber es kommt immer wieder anders als man denkt. Und so durfte ich bleiben.

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Lehmbruck Museum – Rebecca Horn Ausstellung „Hauchkörper als Lebenszyklus“

Rebecca Horn Schild

Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein Versuchen.“, „Unvoreingenommen, du musst sein.“ mit diesen Worten des Jedi Meisters Yoda im Ohr marschierte ich am Freitag ganz unvoreingenommen ins Lehmbruck Museum in die Rebecca Horn Ausstellung „Hauchkörper als Lebenszyklus“.

Wenn ich ehrlich bin, ich hatte nicht die geringste Ahnung wer Rebecca Horn ist. Nix, Nada, Njiente. Warum, wieso, weshalb auch? Ich gebe zu, ihr Plakatbild hat mich neugierig gemacht.

So stand ich also gestern im Museum und nahm an der Führung von der überaus charmanten Frau Sybille Kastner teil. „Viel lernen, du noch musst.“ Ja, mein kleiner, großer, grüner Freund. Ich bin bereit.

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Das Ruhrgebiet – ein Märchen

 

Gneißenau Straße Duisburg Neudorf_2

Stromkasten: Gneisenau Straße, Duisburg-Neudorf

Das Ruhrgebiet steht für Begriffe wie „harte Arbeit“, „ehrliche Haut“, „Kumpel“, „Malocher“, weniger für Romantik, Sagen, Märchen oder Geschichten. Man kann schon sagen, dass der Pott eine sagenumwobene Landschaft hat … ne, klingt komisch. Ich meine, man erzählt im Pott auch ne Menge Märchen… auch etwas irritierend formuliert. Anders: Das Ruhrgebiet kann auch in Geschichten. So erzählt man sich von Nymphen im Essener Berne Wäldchen, von Nixen, Zwergen, Kobolden und klar: Jungfrauen und edlen Rittern. Und wie es sich nun mal so für Sagen oder Märchen gehört, liegt immer eine Menge Wahrheit in den Erzählungen.

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Rheinpreußensiedlung und Johannenhof

Vorweg, jetzt gibt´s nur langatmige Historie – ein bissle was über Franz Haniel, einer der bedeutendsten Bürger Duisburgs bzw. des Ruhrgebiets, Herrn Ermisch mein Mathe- und Physik Lehrer, für´n Pott nicht, aber für mich schon, bedeutend, die Anfänge des linksrheinischer Bergbaus, Zechen-Siedlungen und Bürgerbegehren.

Wollte doch noch kurz etwas über links- und rechtsrheinisch erzählen. Für viele Menschen ist der Rhein die heimliche, westliche Grenze des Ruhrgebiets. Rechtsrheinisch verkümmern Städte wie Duisburg, Essen, Schalke, BVB und linksrheinisch beginnt das platte Land Niederrhein mit Städten wie Moers, Krefeld, Neukirchen-Vluyn (welches ich jetzt nur erwähne, da ich hier vor 30 Jahren eine Beamtenlaufbahn in der Stadtverwaltung begonnen hätte) oder Kevelaer, einer der größten und wichtigsten Marien-Wallfahrtsorte der westlichen Hemisphäre mit über eine Millionen Pilgern pro Jahr und ein absolutes, definitives Muss, wenn man den „Pott“ besucht. Jetzt wollte ich eigentlich nicht vom Niederrhein erzählen, sondern…

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