Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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Stromkasten-Graffiti (I) -Lehmbruck Museum – Hafen

Düsseldorfer Str Kantpark Beuys

Mir sind schon mindestens tausendmal die bunten und fröhlichen Netzwerkkästen der Duisburger Stadtwerke aufgefallen. Insbesondere der am Lehmbruck-Museum im Kantpark, mit dem Konterfei von Joseph Beuys. Der Duisburger Graffiti Künstler Marten Dalimot hat diese kleinen Kunstwerke erschaffen. Manche erzählen etwas über die Besonderheiten oder Eigenarten der Ecken oder Plätze. 

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Ein Mädchentraum – oder?

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Duisburg Marxloh hat bestimmt nicht gerade den besten Ruf. Dreckig, heruntergekommen, nicht alle meinen es gut mit einem und überhaupt. Aber eine ganz besondere Eigenart hat Marxloh schon, etwas was es so nicht gibt. Es hat wohl die größte Brautshow Meile Europas. Nirgendwo soll es mehr an „Mein-großer-Tag-Bekleidungsfachgeschäfte“ geben. Aus ganz Europa kommen die heiratswilligen Damen samt Anhang angereist, um sich „ihr“ Brautkleid für den Tag der Tage auszusuchen. Sie nehmen die Reise aus London, Madrid, Paris, Istanbul auf sich, um in Duisburg ihren Traum in Weiß zu finden. Und dies ist wirklich kein übertrieben erzählter Blödsinn. Wenn man auf der Hauptstraße steht und sich einmal um die eigene Achse dreht, sieht man Hochzeitskleider-, Schmuck-, Blumenläden, Konditoreien. Alles was Mädchen, Frau sich für den ihren großen Tag wünscht, will. Alles auf einer Straße. Dann hat man eine Ahnung: Warum sie kommen.

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Duisburger Weinfest – Jazz auf´m Plazz – glänzende Augen

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Wein muss glücklich machen. Sag ich einfach so. Behaupte ich mal. Sah auf dem Duisburger Weinfest überwiegend glückliche, strahlende, lachende Gesichter. War ansteckend. Am ersten Stand sogleich einen Wein mit dem herrlichen Namen „Adam der Erste“ bestellt. Unkompliziert soll er sein. Er machte mich ganz unkompliziert glücklich.

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Das Duisburger Weinfest ist das größte seiner Art im Ruhrgebiet und im Rheinland. Ende der 1980er fand das erste Fest mit einer Handvoll Ständen statt und nun tummeln sich hier fast 50 Winzer aus ganz Deutschland und bringen ihre Weinkreationen an Frau und Mann. Und da wir den ersten Donnerstag im Monat hatten fand zeitgleich das Musikfestival „Jazz auf´m Plazz“ statt. Die Band spielte eine Mischung aus Jazz, Pop und Rock. Und trug ihren Teil zu der leichtlebigen, lockeren, lebensbejahenden Atmosphäre bei.

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Gestern Abend bei Hübi

Hübi

Gestern Abend bei Hübi. Entspannung. Nach einer doch arbeitsreichen aber belanglosen Woche ein schöner Abschluss. Oder Beginn und Vorfreude auf das Wochenende mit viel Unterhaltung.

Hübi ist der letzte Dinosaurier einer großen Kneipenkultur in Duisburg-Ruhrort. Ruhrort erlangte wohl mehr Berühmtheit durch Schimanski, da hier der erste Tatort gedreht wurde und auch Namensgeber war, als mit der Tatsache, dass hier einst der größte Binnenhafen der Welt lag (heute zweit größter Hafen) und sich hier mehr Kneipen und Damen aus´m Rotlicht tummelten wie heute in St. Pauli. Aber vorbei ist vorbei und ich bin froh, das alles noch erlebt zu haben. Und da Hübi Kult ist, liegt die Hafen-Kneipe logischer Weise auch an der Schimanski-Gasse. Passt! Gestern Abend lud Hübi zu einem kleinen Konzert der australischen Künstlerin Minnie Marks ein, die mir überraschenderweise bekannt ist. Ein „kleines“ Wunderkind an ihrer Gitarre. Wow, kann ich nur sagen. Spaß pur! Hab sogar mal ein, um ehrlich zu sein – drei, Bier getrunken. Die Musik, der Blick auf´n Hafen, auf das Museumsschiff Oskar, das heute Abend auch Schauplatz der ExtraSchicht“ ist, und überhaupt. Ach ne, andauernd verleitet man mich armen Kerl.

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Creative Stage – emma&maille – Jazz auf´m Platz – und zwei wunderbare Abende

Am Mittwoch Abend lud die Kreativwirtschaft Ruhr mal wieder zu einem tête-à-tête ein. Häufig stellen sich dann junge, kreative Designerinnen aus Mode, Photo, IT oder Illustration vor. Manchmal gehe ich hin, meist nicht. Nicht, dass man meint, mich interessieren die Leute nicht. Es hängt bei mir von der Tagesform, Lust, Laune und überhaupt der Groß-Wetter-Lage. ab. So ist es schon mal passiert, dass man mich nach Frankfurt einlud, ein drei Tage Kongress, und ich mich schon am ersten Tag zwischen ein paar dutzend Japanern in der Drosselgasse in Rüdesheim mit viel Wein wieder fand und am nächsten Morgen auf einer Parkbank. Aber diesmal ging ich hin. Mich haben zwei junge Damen interessiert, die sich an diesem Tag vorstellten. Sie haben ihr Studio, Atelier, “emma&maille design“ direkt bei mir um die Ecke. Nur ein paar hundert Meter in einem kleinen, angrenzendem Café, „KrümelKüche“ in Duisburg-Hochfeld, sind sie ansässig. In dem Café war ich zwar schon einige Male, aber ich muss zugeben, dass diese Art von Café-Welt nicht meine ist. Obwohl das Lädchen sehr viel Charme, Hinterhof-Idylle und hervorragenden Kaffee hat.

Ich tue mich allerdings etwas schwer mit dem veganen Leben und der damit verbundenen riesigen Auswahl an „Milchersatzprodukten“ zum Kaffee: Kokosmilch, Sojamilch, Reismilch, Mandelmilch. Ich halte es zwar generell wie der Alte Fritz: Jeder soll nach seiner eigenen Fasson selig werden. Aber für mich ist hier nichts dabei. In dem Lokal weist ein kleines Schildchen, von der Decke baumelnd, auf das Atelier der beiden Damen hin und eigentlich wollte ich da schon immer mal reingeschaut haben. Sie nähen, stricken, klöppeln direkt vor Ort ihre eigene Modelinie und werkeln sonst noch kreativ. Da ich von Natur aus sehr neugierig aber stinke faul bin, stehe ich mir meist selbst im Weg. So ging ich Mittwoch Abend ins Lehmbruck Museum, wo die Veranstaltung in einem wunderbaren Rahmen stattfand, um mehr über sie zu erfahren.

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Besprechung – Wasserski Wedau – Sonnenbrand

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Gestern. Aufgestanden. Aus´m Fenster geschaut, Sonne pur. „Jap, so soll es sein.“ Kaffee gekocht. Blick in den Badezimmerspiegel: Kurz erschrocken. Hoffen auf bessere Zeiten. Anziehen. Gleich eine Besprechung. In Essen. Chic machen. Wanderschuhe, Jeans, zerknittertes dunkelblau-kariertes Hemd, graue Anzugjacke. Besprechungsraum wie gehabt: Groß, weiße Wände, nüchtern. Ellenlanger Tisch und haufenweise schwarze Stühle, die ganz laut Schreien: „Auf mir kann man nicht sitzen, seh aber super aus“. Ich freu mich drauf. Sieben Herren betreten den Raum. Hellgraue oder blaue Anzüge, allesamt mit hellblauen Hemden, wie abgesprochen, und bunten aber einfarbigen Krawatten. Zwei Damen folgten ihnen. Eine, in einem dunklen Hosenanzug, eine Frau Doktor so und so und die andere in einem Wickelkleid mit Blumenmuster und tiefem V-Ausschnitt. Kreativwirtschaft. Drei Stunden, ein Liter Kaffee und eine Dose Kekse später trennten sich unsere Wege mit der Erkenntnis: „Wir besprechen die unklaren Sachverhalte zu einem anderen Zeitpunkt“. Sich bei jedem bedanken, Händeschütteln, der Kreativen dabei in den V-Ausschnitt geschaut. Nach Hause fahren. Nein. Nicht so ganz. Muss mich erholen. Weiterlesen