Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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Frohes neues Jahr!

Silvester1 1990

Jap, dass neue Jahr bricht in Kürze an. Zeit für neue Vorsätze.

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Schuften, Schleppen, Schweißen

Gesamt

Zu jener längst vergangenen Zeit, wo ich langsam zu einem etwas größeren Knaben heranwuchs, fragten mich meine Lehrer des Öfteren: Worin mein Talent eigentlich bestehen würde? Und ich stets gleichlautend antwortete: „Ich bin absolut talentfrei.“ Mein ganz persönliches Alleinstellungsmerkmal. Erst viel später kam ich zu der Erkenntnis, mein Talent besteht einzig und allein darin: Anderen bei der Arbeit zu zusehen. Reich wird man mit dieser unverwechselbaren, ungewöhnlichen, unnachahmlichen Gabe nun wahrlich nicht, aber hin und wieder greift doch einer darauf zurück und schickt mich auf Reisen. So durfte ich mich mal wieder für zwei Tage in den Norden Deutschlands in ein Stahlwerk begeben und anderen beim Schuften, Schleppen oder Schweißen zuschauen. Das Glück ist mit den Doofen. Ich bin ein ausgesprochenes Glückskind!

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Ritual

ich

Weihnachten. Ich weiß nicht wie andere Weihnachten feiern oder gefeiert haben. Bei mir zu Hause, damals, als ich noch ein kleiner Knabe war, bestand Weihnachten aus einem unerschütterlichen, feststehenden, wiederkehrenden Ritual, als wäre das Ganze in Stein gemeißelt. Und das war gut so! Nö!! Das war blöd. Jetzt mal ehrlich. Das war Mist. Da ist man nun ein kleiner, süßer, unschuldiger Bub, Heiligabend, und dann muss man den ganzen, verdammten Tag warten bis es endlich das Geschenk gibt. Ich bin bekloppt geworden vor Aufregung.

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So stand es inne Zeitung

Halde Hühnerheide 3 Foto Maik

Halden! Was wäre das Ruhrgebiet ohne seine Halden? – Eine überaus durchgängige, platte Landschaft. Man könnte von Duisburg ins 80 Kilometer entfernte Dortmund lugen, wenn da einem nicht die Erdkrümmung im Wege stehen würde. Und bevor ich weiter über Halden schwadroniere, schwafel, schwätze, wollte ich doch noch kurz das Folgende einschieben, über das ich heute ein ganz klein wenig lächeln kann. Vor unendlichen Jahren, zu einer Zeit, als man das Internet oder die kabellose Telefoniererei außer Haus noch nicht kannte. Zu einer EC-Karten-Freien-Zeit, wo Freitags die Banken um 12.00 Uhr schlossen und man zusehen musste wie man an Bares kommt, sonst war nix mit Bier, Kneipe sowie ausgelassener Lebensfreude. Also, genau zu jener Zeit, bat man mich doch mal etwas darüber zu erzählen, warum der Pott so ne platte Landschaft hat. Klar, es lag an den Eiszeiten, die über uns huschten. Die letzte geländeplättende Kälteperiode war so um 100.000 v. Chr. und gab der Gegend den letzten Schliff. Die sogenannte Weichsel-Eiszeit-Periode. Ein Zeitabschnitt in dieser Periode nannte man auch Pommern-Phase. Und ich hirnrissiger Vollpfosten schrieb die ganze Zeit: Pommes-Phase. Und der ganze Kappes landete am Ende schwarz auf weiß inne Zeitung. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich mich erst wieder nach der nächsten Eiszeit im Ruhrgebiet blicken lassen könnte, aber es kommt immer wieder anders als man denkt. Und so durfte ich bleiben.

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Ärzte Rundreise

CT Bilder

Seit ein paar Jahren muss ich alle drei Monate meinen Gesundheitszustand überprüfen lassen. Halbjährlich erfolgt eine große Untersuchung mit allem Pipapo. Onkologe, Urologe, Neurologe Lungenspezialist, Gefäßarzt, Radiologie, da wird von Gedärm bis Brustkorb alles durchleuchtet. Nun sind solche Untersuchungen so spannend und aufregend wie ein Ziegelstein, wobei ich fest davon überzeugt bin, dass es bestimmt ein paar ältere Herrschaften gibt, die anhand von Farbe, Geruch und Geschmack genaustens bestimmen können aus welcher Ziegelei dieser eine Stein stammt und vor Jahren bei „Wetten dass“ mit ihrem Hobby Furore gemacht hätten. Nun zu den Herren gehöre ich nicht, ich habe kein Hobby. Außer: Ärzte. Ich habe nichts gegen Ärzte, ganz im Gegenteil. Ich bin ihnen dankbar, denn ohne den medizinischen Fortschritt, hätte ich schon vor ein paar Jahren in Gras gebissen, da hätte mir auch keine fernöstliche Tinktur aus der Bredouille geholfen. Ich empfinde es als „Geschenkte-Zeit“. Damit das so bleibt, gehe ich halt zu all den weißbekittelten Damen und Herren und lass mich auf´n Kopf stellen. Die Aufgaben sind klar verteilt, die Doktoren untersuchen und ich warte, ansonsten folge ich Anweisungen. Ich sag ja: Aufregend. Aufgeregt bin ich schon, ungemein, ungemein sehr sogar. Finde ich es nervig? Nein. Unangenehm? Manchmal, streckenweise schon.

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Lehmbruck Museum – Rebecca Horn Ausstellung „Hauchkörper als Lebenszyklus“

Rebecca Horn Schild

Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein Versuchen.“, „Unvoreingenommen, du musst sein.“ mit diesen Worten des Jedi Meisters Yoda im Ohr marschierte ich am Freitag ganz unvoreingenommen ins Lehmbruck Museum in die Rebecca Horn Ausstellung „Hauchkörper als Lebenszyklus“.

Wenn ich ehrlich bin, ich hatte nicht die geringste Ahnung wer Rebecca Horn ist. Nix, Nada, Njiente. Warum, wieso, weshalb auch? Ich gebe zu, ihr Plakatbild hat mich neugierig gemacht.

So stand ich also gestern im Museum und nahm an der Führung von der überaus charmanten Frau Sybille Kastner teil. „Viel lernen, du noch musst.“ Ja, mein kleiner, großer, grüner Freund. Ich bin bereit.

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