Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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Acht Minuten

Köln3

Ich trudle so gegen 8.40 Uhr oder später, was eigentlich vollkommen schnuppe ist, da ich in der Regel eh schon 20 Minuten und noch was oben drauf zu spät dran bin, am Kölner Hauptbahnhof ein. Bis dahin stand ich schon gut und gern ein-und-dreiviertel Stunde fröhlich-blöd-pfeifend auf´m Gang herum. Das mit der Fröhlichkeit sollte man nicht ganz so ernst nehmen. Aber dies schon. Immer, aber wirklich, wahrlich, wunderlich immer. Egal wann ich nun komme, steht auf dem gegenüberliegendem Gleis einer dieser weißen ICE´s mit Ziel Berlin-Gesundbr.. Und ich mich immer wieder Frage, wofür steht Gesundbr.? Gesundbrücke, Gesundbrunnen? Hin und wieder überkommt mich der Gedanke, einfach einzusteigen und nach „br“ zu fahren, nur um zu sehen, was für ein geheimnisvoller Ort „br“ sein mag. Das Potterische Hogsmeade Berlins. Ein magischer Ort? Vermutlich nicht.

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Ich bin verliebt…

Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass mir alternder Knabe, dies nochmals wieder fahren könnte. Leichtes Kribbeln, Aufgeregtheit, Gedanken einnehmend. Wie oder besser wo? Internet. Na klar. Wo den sonst? Ohne dieses geniale Such-und-Find-Medium geht heute gar nichts mehr. Habe mich auf einer Plattform angemeldet und siehe da, hin und wieder bekam ich eine Rückmeldung. Da war sie nun. Ich schaute mir die vielen, netten Fotos an, las ihr ausführliches Profil und da war´s um mich geschehen. Mir wurde sofort bewusst, die oder keine.

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Du bist aber ein Süßer…

Na toll. Vor ein paar Tagen war ich nett, nun bin ich auch noch süß.

Ich war Samstag auf einer Party, heißt das eigentlich heute noch Party. Gibt es eine modernere Wortschöpfung, so was wie In-House-und-noch-was-in-Englisch-oben-drauf. Früher, als ich jung, schön und weise war, ging man auf eine Fete mit Klammerblues, Knutschen und Kuscheln. Und bevor man etwas Falsches über mich denkt, so einer war ich nicht. Vermaledeit! Ich war der geheimnisvolle, nebulöse, delphische Typ, oder anders, ich war der, der da bedröppelt in der Ecke stand.

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Schuften, Schleppen, Schweißen

Gesamt

Zu jener längst vergangenen Zeit, wo ich langsam zu einem etwas größeren Knaben heranwuchs, fragten mich meine Lehrer des Öfteren: Worin mein Talent eigentlich bestehen würde? Und ich stets gleichlautend antwortete: „Ich bin absolut talentfrei.“ Mein ganz persönliches Alleinstellungsmerkmal. Erst viel später kam ich zu der Erkenntnis, mein Talent besteht einzig und allein darin: Anderen bei der Arbeit zu zusehen. Reich wird man mit dieser unverwechselbaren, ungewöhnlichen, unnachahmlichen Gabe nun wahrlich nicht, aber hin und wieder greift doch einer darauf zurück und schickt mich auf Reisen. So durfte ich mich mal wieder für zwei Tage in den Norden Deutschlands in ein Stahlwerk begeben und anderen beim Schuften, Schleppen oder Schweißen zuschauen. Das Glück ist mit den Doofen. Ich bin ein ausgesprochenes Glückskind!

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Ritual

ich

Weihnachten. Ich weiß nicht wie andere Weihnachten feiern oder gefeiert haben. Bei mir zu Hause, damals, als ich noch ein kleiner Knabe war, bestand Weihnachten aus einem unerschütterlichen, feststehenden, wiederkehrenden Ritual, als wäre das Ganze in Stein gemeißelt. Und das war gut so! Nö!! Das war blöd. Jetzt mal ehrlich. Das war Mist. Da ist man nun ein kleiner, süßer, unschuldiger Bub, Heiligabend, und dann muss man den ganzen, verdammten Tag warten bis es endlich das Geschenk gibt. Ich bin bekloppt geworden vor Aufregung.

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So stand es inne Zeitung

Halde Hühnerheide 3 Foto Maik

Halden! Was wäre das Ruhrgebiet ohne seine Halden? – Eine überaus durchgängige, platte Landschaft. Man könnte von Duisburg ins 80 Kilometer entfernte Dortmund lugen, wenn da einem nicht die Erdkrümmung im Wege stehen würde. Und bevor ich weiter über Halden schwadroniere, schwafel, schwätze, wollte ich doch noch kurz das Folgende einschieben, über das ich heute ein ganz klein wenig lächeln kann. Vor unendlichen Jahren, zu einer Zeit, als man das Internet oder die kabellose Telefoniererei außer Haus noch nicht kannte. Zu einer EC-Karten-Freien-Zeit, wo Freitags die Banken um 12.00 Uhr schlossen und man zusehen musste wie man an Bares kommt, sonst war nix mit Bier, Kneipe sowie ausgelassener Lebensfreude. Also, genau zu jener Zeit, bat man mich doch mal etwas darüber zu erzählen, warum der Pott so ne platte Landschaft hat. Klar, es lag an den Eiszeiten, die über uns huschten. Die letzte geländeplättende Kälteperiode war so um 100.000 v. Chr. und gab der Gegend den letzten Schliff. Die sogenannte Weichsel-Eiszeit-Periode. Ein Zeitabschnitt in dieser Periode nannte man auch Pommern-Phase. Und ich hirnrissiger Vollpfosten schrieb die ganze Zeit: Pommes-Phase. Und der ganze Kappes landete am Ende schwarz auf weiß inne Zeitung. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich mich erst wieder nach der nächsten Eiszeit im Ruhrgebiet blicken lassen könnte, aber es kommt immer wieder anders als man denkt. Und so durfte ich bleiben.

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