Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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Berlin entschleunigt

Berlin_Fernsehturm_2

Mal besser gleich vorweg, dies ist kein objektiver Reisebericht. Dies sind meine nicht einmal zwei Tage in Berlin.

Ich stand so häufig in Köln im Hauptbahnhof und las an machen, vorbeirauschenden ICE´s die Aufschrift: Berlin-Gesundbr. Und fragte mich was ist „br“. Wofür steht es: Brunnen, Brücke? Und die Frage ließ mich einfach nicht los. Und bevor es mir noch weitere schlaflose Nächte bereitet fuhr ich vorsichtshalber mal nach Berlin. Ok, ist nur die halbe Wahrheit. Eigentlich wollte ich eine, hier in den paradiesischen Weiten des Blog-Universums, liebgewonnene Dame persönlich kennen lernen. Wer sitzt am anderen Ende des Monitors? Wer streift durch Berlin und stellt am Ende des Tages so wunderbare Bilder ins Netz?

Deshalb fand ich mich am Wochenende im Berliner HBF wieder und dachte nur, hier ist alles ein ganz gewaltiges Stück größer, höher und weiter. Ein Gedanke, der sich durch die Tage durchzieht. Wie ein roter Faden. Und ohne ihre Hilfe würde ich wohl jetzt noch im Bahnhof stehen und verzweifelt den Ausgang suchen.

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Ruhrort Künstlermarkt und Rhein

Wie jedes Jahr feiert Duisburg seinen Hafen, den größten Binnenhafen der Welt. Da kann ich nicht „Nein“ sagen.

Duisburg_Ruhrort_Kirmes_Rhein_2_2018

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Acht Minuten

Köln3

Ich trudle so gegen 8.40 Uhr oder später, was eigentlich vollkommen schnuppe ist, da ich in der Regel eh schon 20 Minuten und noch was oben drauf zu spät dran bin, am Kölner Hauptbahnhof ein. Bis dahin stand ich schon gut und gern ein-und-dreiviertel Stunde fröhlich-blöd-pfeifend auf´m Gang herum. Das mit der Fröhlichkeit sollte man nicht ganz so ernst nehmen. Aber dies schon. Immer, aber wirklich, wahrlich, wunderlich immer. Egal wann ich nun komme, steht auf dem gegenüberliegendem Gleis einer dieser weißen ICE´s mit Ziel Berlin-Gesundbr.. Und ich mich immer wieder Frage, wofür steht Gesundbr.? Gesundbrücke, Gesundbrunnen? Hin und wieder überkommt mich der Gedanke, einfach einzusteigen und nach „br“ zu fahren, nur um zu sehen, was für ein geheimnisvoller Ort „br“ sein mag. Das Potterische Hogsmeade Berlins. Ein magischer Ort? Vermutlich nicht.

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Ich bin verliebt…

Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass mir alternder Knabe, dies nochmals wieder fahren könnte. Leichtes Kribbeln, Aufgeregtheit, Gedanken einnehmend. Wie oder besser wo? Internet. Na klar. Wo den sonst? Ohne dieses geniale Such-und-Find-Medium geht heute gar nichts mehr. Habe mich auf einer Plattform angemeldet und siehe da, hin und wieder bekam ich eine Rückmeldung. Da war sie nun. Ich schaute mir die vielen, netten Fotos an, las ihr ausführliches Profil und da war´s um mich geschehen. Mir wurde sofort bewusst, die oder keine.

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Du bist aber ein Süßer…

Na toll. Vor ein paar Tagen war ich nett, nun bin ich auch noch süß.

Ich war Samstag auf einer Party, heißt das eigentlich heute noch Party. Gibt es eine modernere Wortschöpfung, so was wie In-House-und-noch-was-in-Englisch-oben-drauf. Früher, als ich jung, schön und weise war, ging man auf eine Fete mit Klammerblues, Knutschen und Kuscheln. Und bevor man etwas Falsches über mich denkt, so einer war ich nicht. Vermaledeit! Ich war der geheimnisvolle, nebulöse, delphische Typ, oder anders, ich war der, der da bedröppelt in der Ecke stand.

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Schuften, Schleppen, Schweißen

Gesamt

Zu jener längst vergangenen Zeit, wo ich langsam zu einem etwas größeren Knaben heranwuchs, fragten mich meine Lehrer des Öfteren: Worin mein Talent eigentlich bestehen würde? Und ich stets gleichlautend antwortete: „Ich bin absolut talentfrei.“ Mein ganz persönliches Alleinstellungsmerkmal. Erst viel später kam ich zu der Erkenntnis, mein Talent besteht einzig und allein darin: Anderen bei der Arbeit zu zusehen. Reich wird man mit dieser unverwechselbaren, ungewöhnlichen, unnachahmlichen Gabe nun wahrlich nicht, aber hin und wieder greift doch einer darauf zurück und schickt mich auf Reisen. So durfte ich mich mal wieder für zwei Tage in den Norden Deutschlands in ein Stahlwerk begeben und anderen beim Schuften, Schleppen oder Schweißen zuschauen. Das Glück ist mit den Doofen. Ich bin ein ausgesprochenes Glückskind!

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