Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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So stand es inne Zeitung

Halde Hühnerheide 3 Foto Maik

Halden! Was wäre das Ruhrgebiet ohne seine Halden? – Eine überaus durchgängige, platte Landschaft. Man könnte von Duisburg ins 80 Kilometer entfernte Dortmund lugen, wenn da einem nicht die Erdkrümmung im Wege stehen würde. Und bevor ich weiter über Halden schwadroniere, schwafel, schwätze, wollte ich doch noch kurz das Folgende einschieben, über das ich heute ein ganz klein wenig lächeln kann. Vor unendlichen Jahren, zu einer Zeit, als man das Internet oder die kabellose Telefoniererei außer Haus noch nicht kannte. Zu einer EC-Karten-Freien-Zeit, wo Freitags die Banken um 12.00 Uhr schlossen und man zusehen musste wie man an Bares kommt, sonst war nix mit Bier, Kneipe sowie ausgelassener Lebensfreude. Also, genau zu jener Zeit, bat man mich doch mal etwas darüber zu erzählen, warum der Pott so ne platte Landschaft hat. Klar, es lag an den Eiszeiten, die über uns huschten. Die letzte geländeplättende Kälteperiode war so um 100.000 v. Chr. und gab der Gegend den letzten Schliff. Die sogenannte Weichsel-Eiszeit-Periode. Ein Zeitabschnitt in dieser Periode nannte man auch Pommern-Phase. Und ich hirnrissiger Vollpfosten schrieb die ganze Zeit: Pommes-Phase. Und der ganze Kappes landete am Ende schwarz auf weiß inne Zeitung. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich mich erst wieder nach der nächsten Eiszeit im Ruhrgebiet blicken lassen könnte, aber es kommt immer wieder anders als man denkt. Und so durfte ich bleiben.

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Ärzte Rundreise

CT Bilder

Seit ein paar Jahren muss ich alle drei Monate meinen Gesundheitszustand überprüfen lassen. Halbjährlich erfolgt eine große Untersuchung mit allem Pipapo. Onkologe, Urologe, Neurologe Lungenspezialist, Gefäßarzt, Radiologie, da wird von Gedärm bis Brustkorb alles durchleuchtet. Nun sind solche Untersuchungen so spannend und aufregend wie ein Ziegelstein, wobei ich fest davon überzeugt bin, dass es bestimmt ein paar ältere Herrschaften gibt, die anhand von Farbe, Geruch und Geschmack genaustens bestimmen können aus welcher Ziegelei dieser eine Stein stammt und vor Jahren bei „Wetten dass“ mit ihrem Hobby Furore gemacht hätten. Nun zu den Herren gehöre ich nicht, ich habe kein Hobby. Außer: Ärzte. Ich habe nichts gegen Ärzte, ganz im Gegenteil. Ich bin ihnen dankbar, denn ohne den medizinischen Fortschritt, hätte ich schon vor ein paar Jahren in Gras gebissen, da hätte mir auch keine fernöstliche Tinktur aus der Bredouille geholfen. Ich empfinde es als „Geschenkte-Zeit“. Damit das so bleibt, gehe ich halt zu all den weißbekittelten Damen und Herren und lass mich auf´n Kopf stellen. Die Aufgaben sind klar verteilt, die Doktoren untersuchen und ich warte, ansonsten folge ich Anweisungen. Ich sag ja: Aufregend. Aufgeregt bin ich schon, ungemein, ungemein sehr sogar. Finde ich es nervig? Nein. Unangenehm? Manchmal, streckenweise schon.

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Lehmbruck Museum – Rebecca Horn Ausstellung „Hauchkörper als Lebenszyklus“

Rebecca Horn Schild

Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein Versuchen.“, „Unvoreingenommen, du musst sein.“ mit diesen Worten des Jedi Meisters Yoda im Ohr marschierte ich am Freitag ganz unvoreingenommen ins Lehmbruck Museum in die Rebecca Horn Ausstellung „Hauchkörper als Lebenszyklus“.

Wenn ich ehrlich bin, ich hatte nicht die geringste Ahnung wer Rebecca Horn ist. Nix, Nada, Njiente. Warum, wieso, weshalb auch? Ich gebe zu, ihr Plakatbild hat mich neugierig gemacht.

So stand ich also gestern im Museum und nahm an der Führung von der überaus charmanten Frau Sybille Kastner teil. „Viel lernen, du noch musst.“ Ja, mein kleiner, großer, grüner Freund. Ich bin bereit.

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Novemberzeit gleich Melancholiezeit

Bottrop Faultürme beleuchtet

Heute beim Arzt. Nee, ich fange die Sache doch lieber anders an.

Single? Damit meine ich nicht eine Grammophonplatte, sondern unbegleitet lebend. Jap. Also… nur so, wenn man noch zu Haben ist, ist das eigentlich kein so schlechter Zustand, denn dann kann einem jeden Tag die „Große Liebe“ über den Weg laufen und das Ganze ohne ein schlechtes Gewissen. Wenn man in einer Beziehung steckt, darf einem das nicht passieren. Sonst gibt es Ärger, Trennung und reichlich Liebeskummer. Eigentlich egal, denn den hat man sowieso. Ach ja, Beziehungskram und dann noch Herbstzeit. Schöner Mist! Der Sommer ist endgültig vorbei, sogar der Altweiber Sommer. Es ist November. Sagen wir mal, es wird jetzt fünf Monate dauern bis man wieder auf einen Tag mit 20 Grad hoffen darf und man nicht vor der Sonne aufsteht. Manche behaupten, dies wäre die Zeit mit dem größten Melancholie-Faktor.

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Das Ruhrgebiet – ein Märchen

 

Gneißenau Straße Duisburg Neudorf_2

Stromkasten: Gneisenau Straße, Duisburg-Neudorf

Das Ruhrgebiet steht für Begriffe wie „harte Arbeit“, „ehrliche Haut“, „Kumpel“, „Malocher“, weniger für Romantik, Sagen, Märchen oder Geschichten. Man kann schon sagen, dass der Pott eine sagenumwobene Landschaft hat … ne, klingt komisch. Ich meine, man erzählt im Pott auch ne Menge Märchen… auch etwas irritierend formuliert. Anders: Das Ruhrgebiet kann auch in Geschichten. So erzählt man sich von Nymphen im Essener Berne Wäldchen, von Nixen, Zwergen, Kobolden und klar: Jungfrauen und edlen Rittern. Und wie es sich nun mal so für Sagen oder Märchen gehört, liegt immer eine Menge Wahrheit in den Erzählungen.

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