Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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So stand es inne Zeitung

Halde Hühnerheide 3 Foto Maik

Halden! Was wäre das Ruhrgebiet ohne seine Halden? – Eine überaus durchgängige, platte Landschaft. Man könnte von Duisburg ins 80 Kilometer entfernte Dortmund lugen, wenn da einem nicht die Erdkrümmung im Wege stehen würde. Und bevor ich weiter über Halden schwadroniere, schwafel, schwätze, wollte ich doch noch kurz das Folgende einschieben, über das ich heute ein ganz klein wenig lächeln kann. Vor unendlichen Jahren, zu einer Zeit, als man das Internet oder die kabellose Telefoniererei außer Haus noch nicht kannte. Zu einer EC-Karten-Freien-Zeit, wo Freitags die Banken um 12.00 Uhr schlossen und man zusehen musste wie man an Bares kommt, sonst war nix mit Bier, Kneipe sowie ausgelassener Lebensfreude. Also, genau zu jener Zeit, bat man mich doch mal etwas darüber zu erzählen, warum der Pott so ne platte Landschaft hat. Klar, es lag an den Eiszeiten, die über uns huschten. Die letzte geländeplättende Kälteperiode war so um 100.000 v. Chr. und gab der Gegend den letzten Schliff. Die sogenannte Weichsel-Eiszeit-Periode. Ein Zeitabschnitt in dieser Periode nannte man auch Pommern-Phase. Und ich hirnrissiger Vollpfosten schrieb die ganze Zeit: Pommes-Phase. Und der ganze Kappes landete am Ende schwarz auf weiß inne Zeitung. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich mich erst wieder nach der nächsten Eiszeit im Ruhrgebiet blicken lassen könnte, aber es kommt immer wieder anders als man denkt. Und so durfte ich bleiben.

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The Dead South in Kölle

 

Konzert2

Jap, gestern Abend war es soweit. Dead South in Kölle. Die gute, alte „Kantine“, ein wirklich toller, kleiner Veranstaltungsort, deren Betreibern Musik im Blut und „kleinere“ Bands am Herzen liegen, lud ein. Der passende Rahmen für den Abend.

Ich freute mich darauf und war gespannt. Im Großen und Ganzen ist die Musik nun nicht etwas, was ich so jetzt jeden Tag hören würde, aber einige Stücke, aber vor allem das Auftreten der einstigen Boy-Band, da nun auch eine Dame am Banjo und Bass-Drum die kanadische Gruppe bereichert, haben mich in den Bann gezogen und ich wollte hin. Neugier. Nun bin ich, Gott sei Dank, nicht auf eine Musikrichtung fixiert. Ob Rock, Jazz oder Oper, ich gehe immer wieder gerne auf Live Veranstaltungen jeglicher Art.

Ich sach ma: Ich wurde nicht enttäuscht. Das reinste Vergnügen.

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Rheinpreußensiedlung und Johannenhof

Vorweg, jetzt gibt´s nur langatmige Historie – ein bissle was über Franz Haniel, einer der bedeutendsten Bürger Duisburgs bzw. des Ruhrgebiets, Herrn Ermisch mein Mathe- und Physik Lehrer, für´n Pott nicht, aber für mich schon, bedeutend, die Anfänge des linksrheinischer Bergbaus, Zechen-Siedlungen und Bürgerbegehren.

Wollte doch noch kurz etwas über links- und rechtsrheinisch erzählen. Für viele Menschen ist der Rhein die heimliche, westliche Grenze des Ruhrgebiets. Rechtsrheinisch verkümmern Städte wie Duisburg, Essen, Schalke, BVB und linksrheinisch beginnt das platte Land Niederrhein mit Städten wie Moers, Krefeld, Neukirchen-Vluyn (welches ich jetzt nur erwähne, da ich hier vor 30 Jahren eine Beamtenlaufbahn in der Stadtverwaltung begonnen hätte) oder Kevelaer, einer der größten und wichtigsten Marien-Wallfahrtsorte der westlichen Hemisphäre mit über eine Millionen Pilgern pro Jahr und ein absolutes, definitives Muss, wenn man den „Pott“ besucht. Jetzt wollte ich eigentlich nicht vom Niederrhein erzählen, sondern…

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Dichterviertel

Es gibt sehr viele, gute Gründe, wenn man mal in Duisburg ist, den Landschaftspark Nord zu besuchen.Sich das olle Stahlwerk ansehen. Vor allem bei Nacht, wenn der Park sich so richtig durch die Illumination des britischen Künstlers Jonathan Park von seiner besten Seite zeigt und so herrlich bunt vor sich hin strahlt.

Aber wenn man mal richtig Lust auf längst vergangenes Pott-Bergbau-Feeling verspürt, das heute noch sichtbar, spürbar und erlebbar ist, sollte man in das nahegelegene Hamborn reisen. Es sind nur schlappe zwei oder drei Kilometer und schon ist man wech vom Stahl hin zur Kohle.

Hamborn wurde schon um 1870 vom Bergbau geprägt und überall finden sich Spuren. Neben der alten Schachtanlage Thyssen 1/6 im Zentrum gibt es einige wunderbar gut erhaltenden Zechensiedlungen wie das Dichterviertel.

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Hellblau

Ich bin ein Typ. Ein ganz seltener sogar. Jetzt mag der ein oder andere denken: „Ja klar! Der schon wieder. Immer was besonders sein.“ Das ist nun mal so. Vor 30 Jahren trat eine Dame, mittleren Alters, an mich und wollte mich haben, weil so Typen so unvorstellbar selten sind. So einen wie mich trifft man nicht so. Sie wollte mich gleich vom Fleck weg mitnehmen. Zu sich und mich obendrein noch einer Reihe von anderen Damen vorstellen, die sich ausschließlich nur mit mir beschäftigen würden. Hand anlegen würden. Über Stunden. Und der Gedanke gefiel mir. Ich war noch keine 23 Jahre und brauchte das Geld.

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„The Dead South“

Band

Dat mutt ich abba ma vertelen. In Kürze sehe ich die Bluegrass-/Folk Band „The Dead South“ in Cologne. Wollte die vier kanadischen Jungs schon letztes Jahr in der Kulturkneipe Grammatikoff in Duisburg hören, klappte aber blöderweise nicht. Nun kommen sie nach Kölle und ich hab ne Karte. Freude!

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Feiertag

Venlo Okt 2017

Ich liebe „Deutsche“ Feiertage. Denn dann haben wir frei, dann gehen wir zur Familie, dann besuchen wir Freunde, dann marschieren wir mit Jan und Piet in den Zoo oder oder oder… Oder wir besuchen die Holländer. Während fast ganz Deutschland Natur, Familie oder Zweisamkeit sucht, besucht der Pott das nahegelegene Holland. Eine Völkerwanderung ungeahnten Ausmaßes beginnt. Holland hat nix zu feiern, denn sie haben kein frei und der Ruhri steht heute auf der Matte. Und da Venlo das erstbeste Städtchen an der deutsch/holländischen Grenze ist, bewegt er sich dorthin. Und ich mit. Ich reihe mich in die unendliche Wagenkolonne ein. Tret die Bremse, lass sie los, roll ein paar Zentimeter vor, bremse (fahre Automatik). Und freu mich, wieder dem Ziel ein Stück näher gekommen zu sein. Fritten, Frikandel, Fischbrötchen, Froschschenkel. Was will man mehr?

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