Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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Einzigartig

Halde Haniel

Die Halde Haniel in Bottrop ist einzigartig. Behaupte ich jetzt einfach. Ach. Papperlapapp. Na klar. Da kenne ich mich mit aus.

Ich versuchte schon als ganz kleiner Bub, unbewusst aber recht zielstrebig meine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Und von Karl May verstanden, wurde mir schlagartig klar: Ich bin Winnetou. Darum stand Karneval „the brandnew Redskin in the town“ auf der Straße. Tja, war allerdings nicht der einzige Knabe mit dieser vorpubertierender Idee. Gleichartig reihte ich mich mit meinem ellenlangen Federkopfschmuck und Gummi Tomahawk neben all den anderen, bleichen Rothäuten ein und verstand: Nächstes Jahr wird alles besser.

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Möge diese Schublade nie klemmen

Zeche Ewald Schacht 7_vorne_2_Herten

Mein Gehirn wird immer durchlässiger. Irgendwie verschwinden Erinnerungen, sind fort. Einfach so. Hab mal gelesen, unser Gehirn funktioniert wie eine Art Kommode mit unendlich vielen Schubladen, in denen unsere Erinnerungen abgelegt werden. Dann öffnet man ein Fach und siehe da, da isset, das Wissen. Schon weiß der Nachdenker auf Anhieb: „Oh, die Jutta war süß, oder von Kohl bekommt man Blähungen“. Ich glaube, dass manchmal meine Schubladen klemmen oder ich habe gleich eine ganze Kommode verloren. Das olle Ding steht irgendwo herum, verloren und allein, in einem anderen Raum. Sollte eine Suchanzeige aufgeben. Blätter ausdrucken und an Laternenmasten kleben: Kommode verloren.

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Sonntag ist Ruhetag

Kürbis_3

Meine Sonntage verlaufen immer ruhiger. Immer entspannter. Hektiklos. Lasse die Zeit langsam an mir vorbeiziehen. Früher. Zu einer Zeit, wo wir gerade dabei waren die Keilschrift einzuführen, die ersten Städte gründeten, ich noch einem Mammut hinterherrannte und fest davon überzeugt war, der Kosmos dreht sich nur um mich, nahm ich mir keine Zeit. Da ging ich ins Bett, wenn die erste Kirchturmglocke meinte ihre Berufung nachzugehen, nur um wenig später in einem bunten Trikot dem Ball nachzulaufen. Motorrad fahren, Freunde treffen, Bier trinken. Jede Sekunde verplant. Und heute? Heute stehe ich auf, da dreht sich der Glöckner von Duisburg noch mal um und ich warte, warte was der Tag so für mich bereit hält.

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Photokina, Digility, eine Wahnsinnsreise und so ein Teil will ich auch

Photokina2.

Ich war auf der Photokina in Köln. Naja. Eigentlich nicht auf der Photokina.Messe. Habe keine so große Ahnung von Objektiven, Speicherchips oder gar Kameras. Stehe da mehr wie der Ochs vorm Berge. Null Wissen.

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Essen, ThyssenKrupp, Unperfekthaus und ein bisschen Kappes träumen

ThyssenKrupp Quartier außen 3 2018 Peter Rejek

Jetzt gibt es ein ganz klein wenig Schwärmerei, zwei Quartiere, die nicht unterschiedlicher sein können und reichlich Bilder, Bilder und Bilder in Bildern.

ThyssenKrupp Quartier Moped 2018 Peter Rejek

War in Essen. Gut, ist jetzt nicht gerade so etwas besonderes. Bin ich aber gerne, da kommen bei mir immer schöne, alte, konfuse Erinnerungen hoch. Wo heute das viel umschwärmte ThyssenKrupp Headquarter steht, also die Ideenschmiede des Konzerns, befand sich einst ein Real-Markt. Oder Kaufland oder doch Netto? Nun, ich habe keinen blassen Schimmer mehr. Nur eins weiß ich, die Gegend sah so nicht immer aus. Westlich von meinem Moped, oder doch Osten?… egal… halt rechts davon war der Supermarkt. Und etwas weiter ein kleiner Verlag für den ich gearbeitet habe. Noch mehr rechts.

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