Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt

Photokina, Digility, eine Wahnsinnsreise und so ein Teil will ich auch

17 Kommentare

Photokina2.

Ich war auf der Photokina in Köln. Naja. Eigentlich nicht auf der Photokina.Messe. Habe keine so große Ahnung von Objektiven, Speicherchips oder gar Kameras. Stehe da mehr wie der Ochs vorm Berge. Null Wissen.

Köln Messe_gesamt

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Köln Messe_Fotografin

Mich interessierte mehr, aus beruflichen Gründen, die angeschlossene Messe plus Kongress „Digility“. Alles über neue digitale Präsentationsmöglichkeiten für Unternehmen. Die Welt durch so eine Wahnsinns-Brille erfahren. Man sieht zwar aus, als hätte man ein Brett vorm Kopf, und von außen betrachtet zappelt man wie Hain-Doof auf einer Fläche von nicht mal einem Quadratmeter recht ungelenk herum. Ich machte natürlich eine überaus gute Figur. Ohje…

Köln Messe_Fotografin Brille

Köln Messe_Photo_Mann_Stuhl

So bebrillt marschierte ich durch Industriehallen, über grüne Wiesen oder tauchte bei der WDR Präsentation in die Welt des Bergbaus ab. Schuppdiwupp war ich Untertage und ließ mir 3D mäßig alles von virtuellen Bergleuten erklären, ohne mich dreckig zu machen oder eine Staublunge zu bekommen. War schon sehr beeindruckend, ach Quatsch… war großes Kino.

Sabine, meine Ex-Frau, und ihr Arbeitskollege, ein überaus witziger, netter Ingenieur eines großen Pott Unternehmens nahmen mich mit auf die tolle Reise.

Sabine2

Köln Messe_Photo_Sabine

Ohne jetzt zu viel Werbung für den West Deutschen Rundfunk machen zu wollen, aber durch die engen Stollen zu laufen, an der ein oder anderen Stelle den Kopf einzuziehen, da man meinte seinen Schädel gleich an einen Holzbalken zu zimmern, war schon ein Erlebnis, und nach dem Gelächter in der realen Welt zu urteilen, für alle anderen auch. Wie der rothaarige Bursche da oben auf der kleinen Bühne den Kopf und die ungelenken Hüften schleuderte, war wohl für die Beobachter der zusätzliche Eintrittspreis wert.

Verdammt, machte reichlich Vergnügen, auch die Beiden dabei zu beobachten wie sie mit dem Öschi auf´m Kopf so weit in eine ferne Welt entrückten, dass sie wirklich alles um sich herum vergaßen. Mir erging es wahrlich nicht anders.

Sabine4

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Ich lief später durch eine riesige Industriehalle, obwohl ich nur so dusselig herum stand und bewegte mich mit einer kleinen „Handpistole, mit der ich mit dem, auf´m virtuellen Boden, gerichteten Lichtstrahl meinen Weg von Raum zu Raum bahnte. Sah noch unten, nach oben. Stand vor einem Geländer und sah in die Tiefe, so realitätsnah, dass ich mich an dem imaginären Geländer festhalten wollte und natürlich in der realen Welt ins Leere griff. Ein Ausfallschritt jagte den nächsten. Die ganze Chose, hat neben den wirklich einzigartigen, vielfältigen, unternehmerischen oder musealischen Präsentationsmöglichkeiten noch obendrauf einen riesigen Fun-Faktor. So ein Teil will ich auch.

Köln Messe_Photo_Sabine_beideKöln Messe_Foto Blau

Köln Messe_Frauen sw

Köln Messe_Fotografin sw

Köln Messe_Maenner

Köln Messe_Frau Kunst

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Autor: rejekblog

Ich bin 1964 in Duisburg geboren und lebe fast die ganze Zeit im Ruhrpott. In meinem Blog möchte ich gerne etwas über den Ruhrpott erzählen und was hier so los ist. Und natürlich, was so in meinem Kopf los ist. Nicht viel, ich gebe es zu.

17 Kommentare zu “Photokina, Digility, eine Wahnsinnsreise und so ein Teil will ich auch

  1. Diese „Weltenmacher-Brille“ wird hier dringend in Berlin benötigt, weil die Straßen zensiert werden müssen wegen den Müllmassen. Mit der Brille könnte man saubere Straßenansichten in jeden Kopf bringen.

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  2. Klingt spannend:-))…sieht ein bißchen aus wie bei STarTrek:-)) ..danke für den spannenden EInblick:-)) Liebe Grüße Corinna

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  3. So ein Teil hatte ich kürzlich auch auf. Ich saß auf einem hölzernen Drehhocker in einer winzigen, dreckigen Gefängniszelle, direkt vor dem noch viel dreckigeren, wirklich ekligen WC. Neben mir saß der Gefängnisinsasse – ein massiger, riesiger Kerl – zusammengesunken auf seiner Pritsche und erzählte, warum er da einsitzt. Er hatte mehrere Morde begangen und war auch sonst durch Gewalttätigkeit aufgefallen.
    Ich habe diese Atmosphäre ca. 5 Minuten ausgehalten, habe mir dann die Brille vom Kopf gerissen und bin raus gerannt. Gru_se_lig!

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    • Hallo Birgit,
      vielen Dank für deinen detaillierten Einblick. Jap, ist schon gruselig. Aber hat auch wiederum etwas. Ersteinmal wie Wahr wir es doch nehmen, wie unser Gehirn zwischen Fiktion und Realität nicht mehr unterscheiden kann. Obwohl wir wissen, dass alles nur ein Spiel ist. Auf der anderen Seite mag ich Unterschiede. Das Leben in verschiedenen Welten. Mit ein Grund warum ich Bekannte mit Reihenhäuschen habe und mit Leuten Kaffee trinke, die jegliche Art von Drogen zu sich nehmen. Daher kenne ich halt alle versteckten Spritzenautomaten in Duisburg. Man lernt enorm viel, wie viele unterschiedliche Realitäten es gibt die Welt zu sehen. Und gerade dies finde ich bei dieser Art von Präsentation so „spannend“. Wenn man es realitätsnah umsetzt und nicht zu sehr auf Spannung, wie in deinem gruseligen Fall. Klar, kann es nur bedingt an da draußen rankommen, aber neben Spaß/Grusel- hat es ein großen Lernfaktor.
      Vielen Dank für deinen Bericht, fand ich toll und sehr persönlich, die Dinge aus deiner Sicht zu sehen und zu erfahren.
      Liebe Grüße, Peter

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  4. Oh ja auf der Photokina war ich auch mal … eine super Messe. Ja, diese Brillen sind der Burner – ich hab ein bisschen Schiss davor, weil sie so echt sind. da bin ich zu sehr Kontrollfreak.

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    • Hallo Petra,
      oh ja, je nach „Machart“ sind die Bilder schon sehr realistisch. Man taucht ab in eine Illusion. Befindet sich in einer anderen Welt, aber auch dort kann man die Kontrolle behalten. Man führt sich selber durch die „Spielwelt“ und bestimmt relativ selbstständig sein Handeln. Relativ. Es wird, wenn die Technik noch ausgefruckelter wird, für den ein oder anderen Suchtfaktor Potential enthalten.
      Ich persönlich fand es äußerst spannend, vor allem, da es ein sehr hohes Lernpotential beinhaltet. Museen, Bergwerk, Stahlwerk.
      Liebe Grüße, Peter

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  5. Oh Mann! Warum gibt´s sowas nicht hier hier in Bayern? Obwohl… live Kühe gucken und streicheln ist auch ganz nett… 🙂

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    • 🙂 Hallo Traumschöpfer,
      ich stimme dir voll und ganz zu. Nix geht über die reale Welt, aber mit so einer Brille könnten wir beide auf der Kuh reiten, dabei ein Lasso schwingen, laut „Jiippiieee“ schreien und danach in den Salon gehen und einen irischen Whisky trinken. Hat wat.
      Liebe Grüße, Peter

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  6. Für Lern- und Übrungszwecke scheint das wirklich eine exzellente Lösung sein. Wo und wie sonst könnte jegliche benötigte Szenerie so echt und intensiv geboten werden und dadurch Einblicke ermöglicht werden, die sonst so nie möglich wären.
    Es lässt sich ein Umfeld kreieren, was gar nicht mehr existiert. Vergangene Epochen leben auf, andere Welten sind auf einmal hautnah und greifbar. Verblüffend und dabei gleichzeitig klasse und bedenklich, wie Tiefe, Beengtheit, Weite, Geschwindigkeit, Emotionen … vermitelt werden. Als solche mitempfunden werden!
    Man müsste u. a. mächtig acht geben, dass es nicht darauf hinausläuft, das jeder in Zukunft nur noch alles als Einzelperson erlebt und in einer abgekapselten Welt wahrnimmt

    Wenn man sich das vorstellt! Früher hatten wir immerhin schon den Flugsimulator für angehende Piloten, doch nun gibt es täuschend echt via Brille Anatomie, Organe für die Ausbildung des angehenden Arztes, fürs Situationstraining der Feuerwehrleute, es könnte in der Reha zum Einsatz kommen oder auch in der Therapie, es vermittelt Sporterlebnisse oder verhift zur Entspannung und, und, und. Möglichkeiten über Möglichkeiten …

    Aber – du schreibst es irgendwo bereits in den Kommentaren, Peter – ich sehe wirklich auch ein großes Suchtpotential. Wie es bei Computerspielen beobachtet wurde und wird, so ist das „Hineinziehen“ in die virtuelle Welt jetzt noch ausgeprägter, noch packender. Wer sich dann in seine einmal ausgesuchte Parallelwelten zurücksehnt, es nicht mehr nur als gelegentlichen Zeitvertreib und als Fun sieht, sondern als Fluchtort oder als Aufputschmittel, der braucht das Ding irgendwann wie der Raucher die Zigarette oder der Trinker den Alkohol.
    Dennoch, mal ausprobieren würde ich es auch gerne! ^^ Schön, dass du von der Messe und vor allem von deinen eigenen Eindrücken mit „dem Teil“ erzählt hast!

    LG Michèle

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    • Hallo Michèle,

      vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung. Hat mich mehr als gefreut. Ich finde es als „Lernsoftware“ den reinsten Hammer. Riesige Möglichkeiten. Vieles kannte ich schon, aber es mal live zu sehen, wie man ein Herz verpflanzt mit Brille ist doch schon eine ganz andere Hausnummer. Und zeigte mir, welche Möglichkeiten sich für Industrie oder Unternehmen bietet. Ich interessierte mich hauptsächlich für Unternehmenspräsentation, also, wie kann man im Rahmen der Angebotsphase das Gewerk, Industrieanlage, vom Reißbrett CAD-Modell, in ein 3D Objekt wandeln, bzw rendern, damit der potenzielle Kunde es hautnah erfährt und versteht. Und kann man dem Chefe eines riesigen Unternehmens es zumuten mit so einer Brille im Büro herum zulaufen (psychologischer Effekt).
      Suchtpotential? Ja, klar, Aber was hat nun kein Suchtfaktor? Eigentlich alles, was unser Dopamin, Serotonin, Adrenalin (Glückshormone) anregt, kann uns süchtig machen. Sex, Alkohol, Heroin, Spiel, Schoko, Essen, Auto und und und… never ending. Ist zum Teil in unseren Genen verankert.
      Die Prozentzahlen der Computerspielsüchtigen mussten in den letzten Jahre ordentlich nach unten korrigiert werden, da die ersten nur auf Schätzungen beruhten. Natürlich werde ich es nicht verneinen, dass es dazu führt, dass eine Menge Menschen sich in eine digitale Welt flüchten werden. Dies wird so sein.
      Manchmal treffe ich mich mit Alkoholikern oder Drogensüchtigen und versuche ihnen zu erklären, dass sie den ein oder anderen Papierkram in der realen Welt zu erledigen haben, was schon sehr kompliziert ist und da verfällt man schon mal in eine sehr deftige Sprache.
      Und es kommt schon ohne weiteres vor, dass ich mich Frage, ob sie nicht recht haben, sich aus dieser Welt auszuklinken. Was es so eigentlich nicht gibt, den jeder lebt in seinem eigenen sozialen Kosmos. Ein Harzer in seiner mit seinen sozialen Kontakten, ein Mittelständler in seiner und Reiche in ihren. Alle haben ihre unterschiedlichen Probleme, aber alle suchen doch sozialen Kontakt. Darum sehe ich das Thema nicht besonders kritisch.
      Ich persönlich, um einmal richtig persönlich zu werden, gehe sehr gerne ins Museum oder ins Theater, genieße die Vorstellung und die Unterhaltung danach, um dann ins Vulkan Cafe zu gehen, Ein runter gekommenes Café mitten in unserem, das größte im Pott, Rotlichtviertel in Duisburg. Trinke Kaffee und erfreue mich an der Atmosphäre und dem krassen Gegensatz. Früher, jetzt nicht mehr so, ging ich Dienstags in die Pauluskirche, bei mir ume Ecke und habe dort mit den Obdachlosen und Harzern für 2.50 Euro gefrühstückt, um Donnerstags beim Unternehmerfrühstück 15 Euro zu löhnen. Das erdet mich. Klingt etwas … naja weiß auch nicht, aber es zeigt mir, es gibt viele reale Welten. Und am Ende kommt die Steuer und der Tod.
      Jetzt habe ich dich ganz schön vollgelabert. Sorry.
      Liebe Grüße, Peter

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  7. Sehr aufschlußreich, Deine Bilder: Was haben die Leute da für riesige Objektive in den Händen! Für reisende Hobbyfotografen völlig uninteressant. Meine kleine Kamera, die ich in einer Bauchtasche tragen kann, gibt langsam ihren Geist auf, dabei ist sie super: Ein großer Zoom, dabei eine gleichbleibende Lichtstärke von 1:2,5, sowas gibt es kaum noch, oder gar nicht mehr, die Firma bietet sie nicht mehr an. Nun habe ich gelesen, daß die Firmen kein Interesse mehr haben an solchen Kleinkameras, da in diesem Segment die Leute sowieso nur mit ihrem Smartphone fotografieren, Gewinn versprechen nur noch hochpreisige Kameras, die entsprechende Ausmaße haben. Eine sehr bedauerliche Entwicklung. Dabei ist es doch bestimmt technisch möglich, eine kleine handliche Kamera zu produzieren, die auf dem neuesten Stand ist. Vermutlich ist es ähnlich wie in der Pharmabranche – was zu wenig Gewinn abwirft, wird nicht entwickelt, selbst wenn es eigentlich sinnvoll ist. Sehr schade.

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    • Hallo Videbitis,
      danke dir.
      Ich habe echt keine Ahnung von Kameras, Objektiven etc. Ich weiß wirklich nicht wofür man die Mammut Objektive benötigt. Tierfotografie? Stelle mir gerade vor mit so einen Öschi durch Köln zu laufen. Hat wat.
      Die Messe habe ich mir nicht so genau angeschaut. Kann nicht sagen wohin der Trend bei Kameras hingeht. Sah eigentlich nur Objektive und Fotopapier oder Fotobücher. Auf Papier ausgedruckt ist wohl mehr wie angesagt. Kann aber deinen Wunsch ganz und gar nachvollziehen.
      Liebe Grüße, Peter

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