Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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Anstrengender Sonntag

Schönes Wetter heute Herr Nachbar“, hallte es durch den Hausflur. „Jap“, hallte ich zurück. „Wohin des Weges?“ „Nicht den blassesten Schimmer.“ Und das stimmte absolut. Sonne satt und ich wusste echt nicht wohin. Duisburger Innenstadt an einem Sonntag wäre soweit in Ordnung, wenn ich Einsamkeit, Stille und meditieren, ganz in mich kehren und meine innere Mitte suchen wollte. War aber nicht mein Wunsch. Also wie gehabt, Düsseldorf. Kaffee, Pizza, Alt und Menschen satt.

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Hellblau

Ich bin ein Typ. Ein ganz seltener sogar. Jetzt mag der ein oder andere denken: „Ja klar! Der schon wieder. Immer was besonders sein.“ Das ist nun mal so. Vor 30 Jahren trat eine Dame, mittleren Alters, an mich und wollte mich haben, weil so Typen so unvorstellbar selten sind. So einen wie mich trifft man nicht so. Sie wollte mich gleich vom Fleck weg mitnehmen. Zu sich und mich obendrein noch einer Reihe von anderen Damen vorstellen, die sich ausschließlich nur mit mir beschäftigen würden. Hand anlegen würden. Über Stunden. Und der Gedanke gefiel mir. Ich war noch keine 23 Jahre und brauchte das Geld.

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„The Dead South“

Band

Dat mutt ich abba ma vertelen. In Kürze sehe ich die Bluegrass-/Folk Band „The Dead South“ in Cologne. Wollte die vier kanadischen Jungs schon letztes Jahr in der Kulturkneipe Grammatikoff in Duisburg hören, klappte aber blöderweise nicht. Nun kommen sie nach Kölle und ich hab ne Karte. Freude!

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Feiertag

Venlo Okt 2017

Ich liebe „Deutsche“ Feiertage. Denn dann haben wir frei, dann gehen wir zur Familie, dann besuchen wir Freunde, dann marschieren wir mit Jan und Piet in den Zoo oder oder oder… Oder wir besuchen die Holländer. Während fast ganz Deutschland Natur, Familie oder Zweisamkeit sucht, besucht der Pott das nahegelegene Holland. Eine Völkerwanderung ungeahnten Ausmaßes beginnt. Holland hat nix zu feiern, denn sie haben kein frei und der Ruhri steht heute auf der Matte. Und da Venlo das erstbeste Städtchen an der deutsch/holländischen Grenze ist, bewegt er sich dorthin. Und ich mit. Ich reihe mich in die unendliche Wagenkolonne ein. Tret die Bremse, lass sie los, roll ein paar Zentimeter vor, bremse (fahre Automatik). Und freu mich, wieder dem Ziel ein Stück näher gekommen zu sein. Fritten, Frikandel, Fischbrötchen, Froschschenkel. Was will man mehr?

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Weihnachten ist gerettet

Habe eine unglaubliche Lust dummes Zeug zu schreiben. Nicht, dass ich hier je etwas anderes verzapft hätte. Um Gottes Willen. Und dies ist auch kein: Fishing nach Kompliments. Wie sagte vor Jahren eine Dame so schön direkt zu mir: „Wenn ich tiefgründige, philosophische Gespräche führen möchte, wäre ich nicht mit dir zusammen.“ Wer nun denkt, das hätte mich zutiefst getroffen, den muss ich enttäuschen. Ich persönlich bevorzuge den Ansatz: Der Mensch hat nur zwei wirklich besondere Ereignisse in seinem Leben. Die Geburt und den Tod. Und zu beiden trägt er nichts bei. Die Zeit dazwischen muss er irgendwie totschlagen. Also mache ich mich auch nicht auf die Suche nach dem Sinn oder Unsinn des Lebens. Ich habe es geschenkt bekommen und darüber freue ich mich. Sehr sogar!

Aber den Blödsinn wollte ich ja gar nicht erzählen. Eigentlich vielmehr über: Lebensunterhalt.

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Gott sei Dank!

Gott sei Dank ist die Bundestagswahl vorbei und es kehrt endlich wieder Ruhe ein. War doch am Ende dem ganzen Vorwahlgeplänkel und -gequatsche überdrüssig geworden. Mich persönlich interessierte nur: Wie bekomme ich den Wahlsonntag geregelt über die Bühne geschaukelt? War wieder Wahlhelferlein mit „+“, halt mit mehr Verantwortung.

Nun ist so eine Bundestagswahl zwar ein staatstragender Akt, aber im Wahllokal unterscheidet er sich von der Handhabe nicht Groß von anderen Wahlen. Nur unser kleines Dorf im Pott hat sich an diesem Tag etwas besonderes ausgedacht. Neben dem König von Deutschland, durften die Duisburger Bürger noch ihren Oberbürgermeister wählen und obendrauf gab es noch eine dritte Wahl, eine Bürgerabstimmung über ein neues, riesiges Einkaufszentrum (DOC – Design Outlet Center) auf dem Loveparade Gelände nähe dem Hauptbahnhof. Diese beidem Themen bestimmten die letzten Tage Duisburgs Straßen. Da beim DOC die Fragestellung, aus rein juristischen Gründen so gewählt, halt etwas Absurd anmutete. War man dafür, musste man mit „Nein“ abstimmen und umgekehrt. Wat zur Verwirrung führte.

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„Sie sind ein schöner Mann!“

Gestern. Spaziergang. Ich traf eine äußerst gepflegte Dame, geschätzt um die 65 Jahre. Sie kam mir entgegen mit einem kleinen, niedlichen Hund. Sie schaute mich an, lächelte freundlich und meinte: „Sie sind ein schöner Mann“. Und ich dachte nur: Wo sie recht hat, hat sie recht. Eine intelligente Frau mit sehr gutem, erlesenem Geschmack. Sie hat Klasse, hat Stil und erst dieses extravagante Kostüm. Ich fühlte mich geschmeichelt. Ich glaube, ich bin 10 cm gewachsen.

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