Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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Novemberzeit gleich Melancholiezeit

Bottrop Faultürme beleuchtet

Heute beim Arzt. Nee, ich fange die Sache doch lieber anders an.

Single? Damit meine ich nicht eine Grammophonplatte, sondern unbegleitet lebend. Jap. Also… nur so, wenn man noch zu Haben ist, ist das eigentlich kein so schlechter Zustand, denn dann kann einem jeden Tag die „Große Liebe“ über den Weg laufen und das Ganze ohne ein schlechtes Gewissen. Wenn man in einer Beziehung steckt, darf einem das nicht passieren. Sonst gibt es Ärger, Trennung und reichlich Liebeskummer. Eigentlich egal, denn den hat man sowieso. Ach ja, Beziehungskram und dann noch Herbstzeit. Schöner Mist! Der Sommer ist endgültig vorbei, sogar der Altweiber Sommer. Es ist November. Sagen wir mal, es wird jetzt fünf Monate dauern bis man wieder auf einen Tag mit 20 Grad hoffen darf und man nicht vor der Sonne aufsteht. Manche behaupten, dies wäre die Zeit mit dem größten Melancholie-Faktor.

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Das Ruhrgebiet – ein Märchen

 

Gneißenau Straße Duisburg Neudorf_2

Stromkasten: Gneisenau Straße, Duisburg-Neudorf

Das Ruhrgebiet steht für Begriffe wie „harte Arbeit“, „ehrliche Haut“, „Kumpel“, „Malocher“, weniger für Romantik, Sagen, Märchen oder Geschichten. Man kann schon sagen, dass der Pott eine sagenumwobene Landschaft hat … ne, klingt komisch. Ich meine, man erzählt im Pott auch ne Menge Märchen… auch etwas irritierend formuliert. Anders: Das Ruhrgebiet kann auch in Geschichten. So erzählt man sich von Nymphen im Essener Berne Wäldchen, von Nixen, Zwergen, Kobolden und klar: Jungfrauen und edlen Rittern. Und wie es sich nun mal so für Sagen oder Märchen gehört, liegt immer eine Menge Wahrheit in den Erzählungen.

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Oper

Ich bin leider kein besonders romantisch veranlagter Knabe, was ich manchmal bedauerte – bestimmt nicht nur ich. Nun ist ja Romantik auch ein relativ dehnbarer Begriff. Gott sei´s gepriesen, so dass manchmal schon ein leichter Kuss in den entblößten Nacken reicht um die Laune „die“ Gegenübers zu heben. Dinge wie Rosenblätter auf´m Fußboden oder Badewanne, Schaum, Prosecco liegen weit außerhalb meiner Vorstellungskraft. Pizza auf der Hand im romantischen Feuerzeug-Lichterschein dagegen schon.

Die Bücher meiner Jugend haben mich da vielleicht auf Abwegen geführt. Meine Autoren waren neben Raymond Chandler, Dashiell Hammett, Enid Blyton ganz klar Charles Bukowski, der nun nicht als Romantiker in die Literatur Geschichtsbücher eingetragen worden ist, wenn er es überhaupt bis dahin geschafft haben sollte. Ich liebte seine dreckige, knappe, versoffene, Sex überladene Sprache. Ach ja – die schöne Jugendzeit. Sollte mir noch mal ein Buch von ihm schnappen. Früher war wirklich alles besser.

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Es war einmal… (II/III) mehr heute

Eigentlich wollte ich erzählen, dass ich ein Glückskind bin. Dass ich Glück habe. Mit meinen Eltern, mit meiner einzigartigen Schwester, mit meinen Ehen, mit meinem Job. Einfach mit meinem Leben. Aber es kommt halt anders als man denkt.

So erzähle ich nun lieber von heute Morgen. Nee, zuerst einfach so generell über den November. Weiterlesen


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Anstrengender Sonntag

Schönes Wetter heute Herr Nachbar“, hallte es durch den Hausflur. „Jap“, hallte ich zurück. „Wohin des Weges?“ „Nicht den blassesten Schimmer.“ Und das stimmte absolut. Sonne satt und ich wusste echt nicht wohin. Duisburger Innenstadt an einem Sonntag wäre soweit in Ordnung, wenn ich Einsamkeit, Stille und meditieren, ganz in mich kehren und meine innere Mitte suchen wollte. War aber nicht mein Wunsch. Also wie gehabt, Düsseldorf. Kaffee, Pizza, Alt und Menschen satt.

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Hellblau

Ich bin ein Typ. Ein ganz seltener sogar. Jetzt mag der ein oder andere denken: „Ja klar! Der schon wieder. Immer was besonders sein.“ Das ist nun mal so. Vor 30 Jahren trat eine Dame, mittleren Alters, an mich und wollte mich haben, weil so Typen so unvorstellbar selten sind. So einen wie mich trifft man nicht so. Sie wollte mich gleich vom Fleck weg mitnehmen. Zu sich und mich obendrein noch einer Reihe von anderen Damen vorstellen, die sich ausschließlich nur mit mir beschäftigen würden. Hand anlegen würden. Über Stunden. Und der Gedanke gefiel mir. Ich war noch keine 23 Jahre und brauchte das Geld.

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