Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


Hinterlasse einen Kommentar

Verdammt lang her – Wildpferde im Emscherbruch – der letzte Emschersticker Bernhard Großfeld – Bleckkirche in Gelsenkirchen-Bismarck

Man benötigt heute schon eine riesige Portion Fantasie oder Vorstellungskraft, wenn man heute durch die Stadtgebiete von Herne, Marl, Recklinghausen oder Gelsenkirchen schlendert, dass dort, wo jetzt Beton, Asphalt und Gestein herrschen, sich einst Wald, Wiese und Wildpferde befanden bzw. lebten.

Bis in den 1840er Jahren lebten im Emscherbruch noch Wildpferde, Emscherbrücher oder auch Dickköppe genannt. Sie hatten einen breiten Schädel, kurze Ohren, Hornwarzen an allen vier Beinen und einen von der Rückenwurzel herabhängenden behaarten Schweif. Die Dickköppe erreichten ein Stockmaß bis 135 cm bei einem maximalen Körpergewicht von 300 kg. Die robusten Tiere dienten als Arbeits- oder Reitpferd. Ihr Vorkommen wurde 1396 erstmals urkundlich erwähnt. Aber schon die Römer berichteten von Wildpferden im Emscherbruch. Seit dem Mittelalter hatten nur Adelsfamilien das Recht die Tiere einzufangen und einmal im Jahr in Crange am Laurentiustagauf dem Markt zu verkaufen. Aus dem historischen Pferdemarkt ist die Cranger Kirmes hervorgegangen. Für den Fang der Emscherbrücher wurden die sogenannten Emschersticker „beauftragt“. Weiterlesen

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Der Nordsternpark in Gelsenkirchen

Der Nordsternpark in Gelsenkirchen verdankt ins Besondere seinen Namen der Bundesgartenschau 1997 (BuGa ’97). Diese fand auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Nordstern vom 19. April bis 5. Oktober im Rahmen der „IBA Emscher Park“ statt. Der damalige Bundespräsident Roman Herzog und NRW-Ministerpräsident Johannes Rau, der bereits im März 1994 den ersten Baum auf dem Areal pflanzte und mit diesem symbolischen Akt den Startschuss für neues Grün an Rhein-Herne-Kanal und Emscher gab, eröffneten in einem feierlichen Akt die BuGa.

Wichtige Bestandteile der Bundesgartenschau waren die noch bestehenden Zechenanlagen. Die Planer um den Marler Landschaftsarchitekten Prof. Wedig Pridik bezogen die historischen Gebäude aus den 1920er Jahren in die Gestaltung ein. Ein weiteres Ziel der BuGa ’97 war es, die durch die Zeche zerstörte Landschaft für Mensch und Natur wieder nutzbar zu machen. Weiterlesen