Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt


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Ein Mädchentraum – oder?

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Duisburg Marxloh hat bestimmt nicht gerade den besten Ruf. Dreckig, heruntergekommen, nicht alle meinen es gut mit einem und überhaupt. Aber eine ganz besondere Eigenart hat Marxloh schon, etwas was es so nicht gibt. Es hat wohl die größte Brautshow Meile Europas. Nirgendwo soll es mehr an „Mein-großer-Tag-Bekleidungsfachgeschäfte“ geben. Aus ganz Europa kommen die heiratswilligen Damen samt Anhang angereist, um sich „ihr“ Brautkleid für den Tag der Tage auszusuchen. Sie nehmen die Reise aus London, Madrid, Paris, Istanbul auf sich, um in Duisburg ihren Traum in Weiß zu finden. Und dies ist wirklich kein übertrieben erzählter Blödsinn. Wenn man auf der Hauptstraße steht und sich einmal um die eigene Achse dreht, sieht man Hochzeitskleider-, Schmuck-, Blumenläden, Konditoreien. Alles was Mädchen, Frau sich für den ihren großen Tag wünscht, will. Alles auf einer Straße. Dann hat man eine Ahnung: Warum sie kommen.

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Duisburger Weinfest – Jazz auf´m Plazz – glänzende Augen

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Wein muss glücklich machen. Sag ich einfach so. Behaupte ich mal. Sah auf dem Duisburger Weinfest überwiegend glückliche, strahlende, lachende Gesichter. War ansteckend. Am ersten Stand sogleich einen Wein mit dem herrlichen Namen „Adam der Erste“ bestellt. Unkompliziert soll er sein. Er machte mich ganz unkompliziert glücklich.

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Das Duisburger Weinfest ist das größte seiner Art im Ruhrgebiet und im Rheinland. Ende der 1980er fand das erste Fest mit einer Handvoll Ständen statt und nun tummeln sich hier fast 50 Winzer aus ganz Deutschland und bringen ihre Weinkreationen an Frau und Mann. Und da wir den ersten Donnerstag im Monat hatten fand zeitgleich das Musikfestival „Jazz auf´m Plazz“ statt. Die Band spielte eine Mischung aus Jazz, Pop und Rock. Und trug ihren Teil zu der leichtlebigen, lockeren, lebensbejahenden Atmosphäre bei.

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Wiesbaden – Lorelei – Bad Ems

Wiesbaden Kur Haus

Nach Mainz und Wiesbaden, wo mir schlagartig bewusst wurde: Ich muss dringend eine Kur beantragen. Mein Ort um mich zu erholen. Kurhaus mit Casino. Ob es das auf Rezept gibt?

Dem ewigen Verlaufen und Durchfragen.

Wegbeschreibung

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Mainz

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Mainz Dom

Mainz. Mainz ist eine wirklich wunderhübsche Stadt. Ist man erst mal durch die typischen Hochhausvorort-Schluchten und Bürogebäudekomplexe durchgefahren und dringt in das Innere vor, kommt helle Freude auf. Ein streckenweise mittelalterliches Kleinod wartet auf einen. Schmale, enge Gassen, Fachwerk, Gründerzeithäuser oder oder oder. Manchmal erinnerte mich das Gesehene an Paris. Ich fühlte mich sogleich Wohl. Heimisch.

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Postkarte

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Ich habe neulich einen Spielfilm gesehen. Es ging ums Alt werden. Alt nicht im Sinne von Oma, Opa oder Gelenkschmerz-Gels und auch nicht mit angegrautem Haar Händchen haltend über ne Krankenkassen-Blümchen-Wiese hüpfend. Unsere Hauptdarstellerin wurde 50. Die Protagonisten saßen in einer gemütlich, gehässigen Geburtstags-Runde beim Italiener. Unterhielten sich über die Vorzüge von Pasta, wie Gesund bleiben, Gedächtnistraining-Optimierung, Joga, falschen Brüsten, fast eingestelltem Sex und „die heutigen 50 Jährigen sind die gestrigen 40 Jährigen“ Quatsch. Und, dass man in dem Alter anfängt mehr über die Vergangenheit zu sinnieren als über das „Vor-einem-Liegende“. Nicht, dass das Gehörte nun eine neue, bahnbrechende Erkenntnis für mich wäre, denn es ist mir, bei mir, schon längere Zeit aufgefallen, dass ich meine Umgebung immer häufiger mit Vergangenem quäle. Und mich obendrein auch. Es mag wohl daran liegen, dass ich meinen Zenit überschritten habe. Mehr Jahre hinter als vor mir. Und viele reizvolle Dinge wie Reisen mit Motorrad und Zelt unmöglich erscheinen. Höchstens ich nehme zwei oder drei Ärzte der unterschiedlichsten Couleur sowie einen gescheiten Handwerker, der mich Abends aus´m Sattel hämmert und dann gerade bügelt, mit.

Motorrad_ZeltMotorrad1 Weiterlesen


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Moers – bunt, fröhlich, entspannend – macht einfach gute Laune

Moer- Titel

Dieses kleine, niederrheinische Städtchen ist wahrlich nett. 1970 sind meine Eltern mit uns, also meiner Schwester und mir, dorthin gezogen. Wir wohnten bis dahin rechtsrheinisch in Duisburg-Bruckhausen, genau gegenüber Tor 1 des Stahlwerks Thyssen. Ein Jahr lebten und wirkten wir in Moers, dann ging es ab nach Duisburg-Homberg. Aber erst 15 Jahre später konnte ich mich mit Moers anfreunden, lernte viele Leute kennen und war über das kulturelle Angebot, das die Stadt für Jugendliche Mitte der 80er anbot, schier aus´m Häuschen. Ein Musikfestival jagte damals das Nächste, ob Jazz, Rock, Pop, Folk – alles dabei. Heute fahre ich immer noch gerne in das bunte Städtchen.

Mein erster Gang führt mich meist in den Schlosspark und zum Schloss. Im Schloss-Theater sah ich meine erste Aufführung: Hamlet. Ende der 1980er. Ich belauschte kurz vorher ein paar älteren Damen, die sich über diesen neumodischen „Kram“ beklagten und kaufte sofort Karten. Sie hatten tatsächlich recht. Das ganze Stück über liefen die Darstellerinnen „Oben-Ohne“ herum. Brüste satt – so weit das Auge reicht. Seitdem habe ich einen gewiesen Faible für Neu-Inszenierungen und Neu-Interpretationen entwickelt. Weiterlesen


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Haus Hartenfels – eine große Liebe – unter Hochdruck – und wie romantisch können Teelichter sein?

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Ich weiß nicht, ob ich ein romantischer Mensch bin. Eigentlich weiß ich nicht mal so genau, was das heißt: Romantisch. Ich weiß nur, was ich daran merkwürdig finde. Merkwürdig finde ich die Art von Romantik, die mir in den Serien wie Bauer sucht Frau, Dicker sucht Doofe oder Mutter sucht Schwiegersohn, zur Schau gestellt wird. Immer. Immer wieder kommt der Moment, wo der „Herr der Zärtlichkeit“ seiner holden Maid mit einem romantischen Abend beglückt. Und immer, immer wieder liegen Unmengen an Teelichter in Herzchen-Form auf einem Billig-Laminat in einem recht trostlosen Wohnzimmer auf´m Boden. Und damit das Herz seiner Angebeteten richtig frohlockt, streut er noch Milliarden von abgezupften Rosenblättern um das klägliche Gebilde. Und da es nun mal so schön heißt: „Ich bette dich auf Rosen“. Legt er noch obendrauf eine Bahn von roten Blütenblättern ins heimeliche Schlafzimmer, wo Kräcker, Käse, Träubchen und Rotwein auf die hoffentlich baldige Angetraute wartet. Liebe geht halt durch den Magen. Und das Einzige, dass mir dabei in den Sinn kommt, ist: Wer macht den ganzen Mist weg? Ich wäre vom Essen und dem erhofft folgendem Liebesakt vollkommen erschöpft; und dann soll ich Kerzen ausblasen? Kehrblech und Feger aus der Küche holen? Da platzt bei mir die Blase der Romantik. Schluss mit Lustig. Bin ich unromantisch? Ich stehe nicht so auf Reime, Verse oder komplizierte Sprachrhythmik, mag es doch eher prosaisch. Aber dennoch gibt es Geschichten die mein Herz berühren, so dass es ein leises Seufzen von sich geben muss. Wie die Geschichte um Haus Hartenfels. Weiterlesen