Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt

Sorgen

14 Kommentare

Köln Dom Rhein

Ich habe so vor 14 Tagen einen kleinen Arbeitsvertrag bei einem Kölner Unternehmen unterschrieben. Da habe ich mich mal vor ein paar Monaten vorgestellt. Eigentlich nicht in dem Glauben, die würden irgendeine Art von Interesse an mir haben wollen oder würden. Ich wollte mal meinen aktuellen „Marktwert“ überprüfen und der schien, nach dem Gespräch, und scheint recht bescheiden zu sein. Nun, sie haben mich dennoch angerufen. Sie suchten jemanden, der, für sechs Monate, für einen baldigen Vater-werden-Knaben einspringt. Der gute Bursche geht in so eine Art Vaterschaftsurlaub. Gut für das Kind, noch viel besser für mich. Im März sollte es los gehen.

Köln Dom vorne

Köln 4711

Irgendwie geht es immer weiter. Mit ein Grund, warum ich mir wenige Sorgen mache. Vielleicht stolziere ich manchmal etwas zu sorglos durch´s Leben, aber ich denke mir: a. Es bringt nichts und b. Es bringt nichts. Man macht sich im Endeffekt nur kirre und last but not least kommt es eh anders als man denkt. Also lass ich´s, so halbwegs.

Um eine regelmäßige Anreise zu erfragen ging ich zur Bundesbahn. Fragte auch nach den Konditionen eines Monatstickets von der geliebten Heimat nach Kölle. Naja, alles nicht so unkompliziert. Die freundliche Dame an der Auskunft bot mir ein „Bärenticket“ an. Dass ich ein bäriger Naturbursche bin, ist mir schon ganz klar bewusst, da beißt die Maus keinen Faden ab. Dass die Bahn aber für solche Haudegen wie mir extra Fahrkarten hat, hätte ich nicht gedacht. Fragte blöderweise dennoch nach. Frau hinter der Theke: Ein Ticket für Herrschaften jenseits der sechzig Jahre. Ich: Sehe ich so alt aus?. Sie: Sonst würde ich es Ihnen ja nicht anbieten. Nun, jetzt verstehe ich den mitleidigen Blick der Damen um die fünfzig Jahre, wenn ich sie unverhofft einfach so anlächle. Brauche mir keine Sorgen mehr machen, kenne jetzt den Grund: Wat will der olle Sack? Alles regelt sich.

Köln 1

Aber eigentlich wollte ich davon erzählen, dass ich gestern kurz in Köln verweilte. Siehe da, Vater in spe erkrankte, das kurz nach Karneval, oder doch Schnupfen? Also für ein paar Stunden Vertretung. Überaus nette, junge Menschen. Wirklich. Und, da wo die Firma ihren Sitz hat würde ich gerne Wohnen, da muss ich mir nun wirklich keine Sorgen machen. Das Problem stellt sich mir nie.

Nach getaner Arbeit Kölner Dom bestaunen. Ein Blick, den ich nun sechs Monate genießen darf. Schnell noch die Liebesschlösser in Augenschein nehmen, die eigenen Schlösser immer noch nicht wiedergefunden. Nie wieder kaufe ich rote Liebesklammern, die hat ja fast jeder. Wie soll man sich da finden? Beim nächsten Mal, ich schwöre, nehme ich meine eigene Farbe. Eine zukünftige Sorge weniger. Und wenn, ertränke ich sie hier.

Liebesschlösser Köln 2

Köln Früh Kneipe

Bin, aber dann noch, wenn wundert´s nach Düsseldorf gefahren. Über die Kö, auf´n Markt etwas gekauft, um dann noch ein Vergleich zwischen dem Kölner und Düsseldorfer Rhein ziehen zu können. Muss mir keine Sorgen machen, er fließt überall schön, gemütlich vor sich her.

Düsseldorf Kö 18

Düsseldorf Markt Käse

Düsseldorf Markt Obst

Düsseldorf Rhein 2

 

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Autor: rejekblog

Ich bin 1964 in Duisburg geboren und lebe fast die ganze Zeit im Ruhrpott. In meinem Blog möchte ich gerne etwas über den Ruhrpott erzählen und was hier so los ist. Und natürlich, was so in meinem Kopf los ist. Nicht viel, ich gebe es zu.

14 Kommentare zu “Sorgen

  1. Na, dann einen herzlichen Glückwunsch schon einmal für den temporären Arbeitsplatz.
    Hier könnten sich ja weitere Türen öffnen, muss ja nich die vom Dom sein.
    Viel Glück!
    Lo

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  2. Erstmal Glückwunsch zur neuen Stelle! Köln ist schon echt gut, da könnte ich auch wohnen. Schöne Bilder jedenfalls!

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  3. Die Sache am Bahnhof ist aber immer noch besser, als wenn man beim Beantragen der Bahncard Senior gefragt wird: naaaaaaaaaaa, simmer denn schon so alt, kann ich mal den Ausweis sehn…?
    So oder so genießt man aber ab einem bestimmten Punkt absolute Narrenfreiheit, ob nun als voralter Sack oder spätjunger Hüpfer…

    Gefällt 1 Person

    • HaHa! Nun, ein voralter Sack bin ich wohl, auf jeden Fall der Gesichtsälteste meines Jahrgangs (1964). Man(n) braucht halt sein Alleinstellungsmerkmal. Und, in meine spätjugendlichen midlife crisis komme ich noch. Endlich knallenge Röhrenjeans und blaue Schuhe mit weißer Sohle. Ich freu misch. Und jetzt wirklich ohne Quatsch, vor ein paar Wochen bei Netto an der Kasse. Ich kaufte Kippen und Wein, da fragte die Kassiererin: Darf ich Ihren Ausweis sehen? Wir haben uns fast totgelacht, den Gimmick fand ich klasse. Liebe Grüße

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  4. Viel Erfolg und Spass bei der neuen Arbeit wünsche ich dir, und Köln ist schon toll, wollte immer mal dahinziehen aber dann hat es mich nach HH verschleppt : Vorteil : die Schiffe sind grösser und der Dom kleiner…es gibt kein Kölsch und kaum Karneval…Nachteil : alle arbeiten hier zu viel um die teuren Mieten bezahlen zu können….und was die Midlifecrisis angeht, denk an einen grossen deutschen Poeten der da sang : mit 66 Jahren da geht das Leben erst los, mit 66 Jahren…. ich spare schon mal auf einen liefergelegten Golf GTI um die hübschen Blondinen zu beeindrucken 🙂
    LG Jürgen

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    • Danke! Jap, Köln ist schon schön. Könnte mir ein Leben dort gut vorstellen. Und Spaß werde ich haben, ich hoffe die anderen auch mit mir. Golf GTI, mmhh, meinste, dat wär der Bringer? So was neues oder doch altes Teil? Dachte an Opel Commodore oder Admiral. Wegen der Größe, man sieht mich halt erst auf´n zweiten Blick… Aber wahrscheinlich gibt es den Wagen dann eh nur noch mit E-Motor. Aber vielleicht noch mit ne ollen Blau Punkt Stereo Anlage. Sound satt.
      Liebe Grüße aus´m Pott

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      • Bin ja eher dank vorväterlicher Frühprägung VW Fahrer…gebe aber zu das Die beiden Schlachtschiffe was für sich haben…vor allem der Admiral…der Tankwart wird dein bester Freund und fahren darfst nur am einzigen Oldtimertag des Jahres, da spielt die Schadstoffbelastung ausnahmsweise keine Rolle….und Blaupunkt…kennst du dieses Teil was auf einem beweglichen Arm installiert war so das man es sich heranholen konnte…megacool ! Lieber Gruss, Jürgen

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        • Der gute Tankwart von nebenan empfiehlt Direktabbuchung. Mein Vater war BMW und Mercedes. Er hatte mal ein 450er Wüstenschiff. Ufff. Toll. Und ja den Blaupunkt Arm kenne ich. Aber solche Highlights waren außerhalb meiner Reichweite, ich glaube ich hatte Bonn, die nannten ihre Geräte nach Städten. Essen gab es auch. Ich war immer Fan von Ford Granada und Taunus. Einmal hatte ich auch einen Capri. Hielt aber nur 6 Monate, dann hatte der TÜV kein einsehen. (Studentenzeit) Ich kaufte immer nur Schrottautos für den Winter, Sommer war Motorrad. Später Opel Senator. Hatte mal einen in dem typischen Orange. Gott, war der hässlich.
          Liebe Grüße

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