Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt

Lustlosigkeit

4 Kommentare

Blauer-Kiosk-in-Duisburg

Gott! Bin ich von einer Lustlosigkeit geplagt. Schon den ganzen Monat quäle ich mich. Ostern, ein paar Termine, an die ich mich nicht mehr so recht erinnern kann, mehr war eigentlich nicht. Aber das hat mir schon gereicht. Mehr als gereicht. Und dann, seit ein paar Tagen dieses leidige Thema mit dem Waschbecken im Bad. Verstopft. Wasser fließt nicht ab. Abflussfrei? Nix. Pumpe? Nix. Also doch auseinanderbauen. Mist! Rohrzange raus. Den ganzen Kladderadatsch unter dem Becken abschrauben. Die Rohre prüfen, da hilft auch keine Spirale. Alles neu macht der April. Ab in den Baumarkt, und das mit der ultimativ miesesten Laune. Die blonde Maid an der Kasse sah wohl schon von weitem, dass ich nicht der typische Heimwerker bin, der in den TV Spots als der große Macher gepriesen wird, bin. Sie sah mich auf jeden Fall durch und durch mitleidig an. Beim rausgehen wünschte sie mir noch: Viel Glück. Das hatte ich natürlich nicht. Eine der mitgelieferten Dichtungen passte nicht auf mein Anschlussrohr. War ja klar! Zurück in den Baumarkt. Wieder bei der netten Blonden: „Oh, haben Sie etwas vergessen?“ „Ja, Ja“: sagte ich, meinte aber eigentlich: Nee! Eure Scheiß-Asia-Ware passt nicht. Die blöde Gummidichtung war nun fast so teuer wie das ganze China-Unter-der-Spüle-Röhren-Set. Mit viel Gebrüll, Gejammer und Flüche werkelte ich die Sache unter das Handwaschbecken und hämmerte das Rohr knüppelhart in die Wand. Sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Und ich habe meine ganze Energie für den restlichen Monat verbraucht. Die Kraft reichte gerade noch um mich zu meinem Lieblingsbüdchen zu schleppen. Das „Blaue Büdchen“. Mit KöPi, Friko in meinen schmierigen Händen, erzählte ich jedem, der es nicht hören will, was für ein genialer Heimwerker ich bin. Freunde macht man sich anders. Und heute? Heute gab meine Computer-Maus den Geist auf. Ich verlasse das Haus erst wieder im Mai.

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Autor: rejekblog

Ich bin 1964 in Duisburg geboren und lebe fast die ganze Zeit im Ruhrpott. In meinem Blog möchte ich gerne etwas über den Ruhrpott erzählen und was hier so los ist. Und natürlich, was so in meinem Kopf los ist. Nicht viel, ich gebe es zu.

4 Kommentare zu “Lustlosigkeit

  1. Du Armer…
    Das erinnert mich sponatn an Reinhard Mey: „Es gibt Tage, da wünscht´ ich, ich wär´mein Hund….“
    Anne Bude, da gibtet Trost – in Form von Süßem (Nervennahrung), Köpi (is für Allet gut),
    und so ´ne Friko, die macht den Kopp frei,
    weil man sofort ein Rätsel zu lösen hat:“ ….wat is da wohl allet drin, inne Friko?“
    Aber lecker isse!
    Ja, und schon denkt man an wat anderet, als annen Abfluß.
    Und wenn man dat auch noch allet verbal loswerden kann,wat einen so belastet, dann is so´n blauet Büdchen mehr wert, als ´ne Stunde auffe Cuoch beim Püschologen.
    Gute Besserung! 😉
    Lo

    Gefällt 1 Person

    • Wahrlich, ich sage euch – so ein Büdchen ersetzt wirklich jeden Psycho-Man. Da wird man von seinen Mitstreitern an schlechten Tagen wieder aufgebaut, aufgerichtet und Mental bestärkt. Egal was für ein Blödsinn man vertellt (außer politischen Kram) bekommt man so was wie: „Mein Reden seit Jahr und Tag“, „So isset“, „wat mutt dat mutt“, Dat wusste schon meine Omma“ aber mein Lieblingsantwort auf all meinen Stuss den ich erzähl ist „Abba wo de recht has, haste recht“ – der passt immer und man geht mit einem guten Gefühl nach Hause. Und das Ganze bei Friko, KöPi und Jägermeister, wahlweise auch Diebels und Doornkaat.

      Gefällt 1 Person

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